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Norm des Monats April 2011

DIN 5008 - Schreib- und Gestaltungsregeln für die Textverarbeitung

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Sprache: Deutsch
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Die Regeln der DIN 5008 sind aus bewährten Praxiserfahrungen und Erkenntnissen der Rationalisierung entstanden. Die Norm zu Schreib- und Gestaltungsregeln für die Textverarbeitung ist obligatorische Ausbildungs- und Prüfungsgrundlage.

Diese Norm wurde vom Normenausschuss Informationstechnik und Anwendungen (NIA), Arbeitsausschuss NA 043-03-01 AA "Textverarbeitung" erarbeitet. Die "Schreib- und Gestaltungsregeln für die Textverarbeitung" sind aus bewährten Erfahrungen der Praxis und Erkenntnissen der Rationalisierung entstanden.

Die Regeln setzen den Schriftzeichenbestand der Normen für alphanumerische Tastaturen für die Daten- und Textverarbeitung sowie für Schreibmaschinen voraus.

Für die Rechtschreibung und Zeichensetzung gilt "Die amtliche Regelung der deutschen Rechtschreibung" in der Fassung mit Gültigkeit ab 2006-07-01. In einzelnen Fällen weichen die "Schreib- und Gestaltungsregeln für die Textverarbeitung" von den Festlegungen für den Schriftsatz ab. Das ist bedingt durch die bei Büromaschinen mit alphanumerischer Tastatur festliegenden Schriftzeichen und deren Anwendung.

Diese Norm legt nicht fest, "was" zu schreiben ist, sondern "wie" ein vorgegebener Inhalt dargestellt werden soll. Der Wortlaut der Beispiele ist frei gewählt. Aus den Musteranschriften im Anhang D und den Anwendungsbeispielen im Anhang E dürfen keine zusätzlichen Regeln abgeleitet werden.

Im April 1949 erschien die erste Ausgabe von DIN 5008 unter dem Titel "Regeln für Maschineschreiben". Es folgten Neuausgaben in den Jahren 1951, 1963, 1975, 1986, 1996 und schließlich 2001. Im Mai 2005 wurde eine Neuausgabe herausgegeben, in die nur Änderungen zum Anschriftenfeld berücksichtigt wurden.

Diese gingen auf einen Änderungsantrag der Deutschen Post AG zurück, die Leerzeile in der Anschrift wegfallen zu lassen. Der Antrag war im Wesentlichen damit begründet, dass - eine Vereinheitlichung der nationalen und internationalen Aufschrift erreicht werden soll (europäisch und international wird keine Leerzeile in der Anschrift verwendet), - im Bereich der elektronischen Frankierung (zum Beispiel 2D-Matrix-Code) der Verzicht auf die Leerzeile bereits umgesetzt ist, - bei Wegfall der Leerzeile aufgrund einer verbesserten Anschriftenerkennung eine höhere Quote maschinell bearbeiteter Briefsendungen erreicht werden kann.

Diese Regelung hat sich in der Praxis bewährt und soll beibehalten werden. Die aktuelle Ausgabe der DIN 5008 verfolgt vor allem das Ziel, die Festlegungen aus DIN 676 zu integrieren und weitere Aspekte der Textgestaltung aufzunehmen, die im heutigen Büroalltag häufig vorkommen. So wurden neue Abschnitte zu Diagrammen und längeren Texten erarbeitet und eingefügt.

Über viele Jahre gab es die DIN 676 als gesonderte Norm "Geschäftsbrief - Einzelvordrucke und Endlosvordrucke". Die Ursprünge dieser Norm waren geprägt davon, dass die Gestaltung von Briefvordrucken vollständig getrennt war von der Nutzung dieser Vordrucke durch Beschreiben - nach den Regeln der DIN 5008. Schon die letzten Fassungen der DIN 5008 nehmen intensiv Bezug zur DIN 676, da mit Fortschreiten der Technik die strikte Trennung von Briefvordruck und -beschriftung immer weiter aufgehoben wurde. Diesem Zusammenwachsen wird nun in der aktuellen DIN 5008 mit der vollständigen Integration der DIN 676 Rechnung getragen.

Damit werden Verweise und Wiederholungen vermieden und ein in sich schlüssiges Gesamtregelwerk etabliert. DIN 5008 ist eine Norm, die sich an einen breiten Anwenderkreis richtet und auch in vielen Unternehmen eingesetzt wird. Deshalb muss vor allem ein effizientes Arbeiten für den breiten Anwenderkreis möglich sein. Die Regeln dürfen nicht zu speziell und damit aufwendig in ihrer Anwendung sein und auch in der beruflichen Bildung müssen sie einfach vermittelt werden können. Der Anwenderkreis ist eher breiter geworden als zu Zeiten der Schreibmaschine (und mit spezialisierten Schreibkräften). Für spezielle Anwendungen wird auf die Fachliteratur verwiesen.

 

Im Überblick:

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