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Pressemitteilung 06. Mai 2015

Schlussentwurf zur ISO 14001 verabschiedet

Umweltmanagement-Norm erscheint im September

Der Schlussentwurf der Internationalen Norm ISO 14001 „Umweltmanagementsysteme – Anforderungen mit Anleitung zur Anwendung‟ wurde Ende April in London finalisiert.

Während der 10. Sitzung der internationalen Arbeitsgruppe – unter US-amerikanischem Vorsitz und gemeinsamem Sekretariat von DIN (Deutschland) und BSI (Vereinigtes Königreich) – verabschiedeten die Experten das Dokument. Zum Norm-Entwurf waren rund 1400 Kommentare aus 39 Ländern eingegangen. Trotz der hohen Anzahl an Kommentaren, welche vor allem das große weltweite Interesse an diesem Dokument widerspiegeln, nahmen die Experten den Norm-Entwurf mit einer Mehrheit von 92 Prozent, bei 59 abstimmenden Nationen, an.

Geplant ist die Veröffentlichung der Internationalen Norm ISO 14001:2015 für Anfang September 2015. Zeitgleich soll auch ISO 14004 „Umweltmanagementsysteme – Allgemeiner Leitfaden über Grundsätze, Systeme und unterstützende Methoden“ erscheinen.

Während zwei Sitzungen in Japan (Februar 2015) und London (April 2015) behandelte die Arbeitsgruppe die umfangreichen Länderkommentare. Hierbei bestätigte und überarbeitete sie einige Grundsatzentscheidungen. Somit erscheint die Internationale Norm vor allem mit einer veränderten Struktur des wichtigen Unterabschnitts 6.1 „Actions to address risks and opportunities‟.

Wichtige Änderungen der Internationalen Norm gegenüber ihrem Vorgänger, ISO 14001:2004, sind unter anderem:

  • der verstärkte Fokus auf die Integration des Umweltmanagementsystems in die Geschäftsprozesse der Organisation;
  • die Ermittlung und Berücksichtigung von Anforderungen interessierter Parteien, einschließlich Behörden und regelsetzende Institutionen;
  • der verstärkte Fokus auf Einhaltung zutreffender Rechtsgrundlagen und Selbstverpflichtungen, also bindender Verpflichtungen einer Organisation (en: compliance obligations);
  • die Ermittlung von Risiken und Chancen, auch im Zusammenhang mit signifikanten Umweltaspekten und bindenden Verpflichtungen;
  • die gezielte Messung der Umweltleistung anhand von festzulegenden Leistungsindikatoren;
  • die Integration des Lebensweggedankens bei der Produktentwicklung bis hin zum Ende des Produktlebensweges sowie bei Lieferketten und ausgelagerten Prozessen;
  • die Stärkung der internen und externen Kommunikation.

Die einheitliche ISO-Grundstruktur für Managementsystemnormen, welche auch die ISO 9001 in sich trägt, vereinfacht die Verbindung beziehungsweise Integration paralleler und ergänzender Managementsysteme für Organisationen.