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Norm-Entwurf

DIN EN 12516-2:2011-10

Titel (deutsch): Industriearmaturen - Gehäusefestigkeit - Teil 2: Berechnungsverfahren für drucktragende Gehäuse von Armaturen aus Stahl; Deutsche Fassung prEN 12516-2:2011

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Sprache: Deutsch
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Titel (englisch): Industrial valves - Shell design strength - Part 2: Calculation method for steel valve shells; German version prEN 12516-2:2011

Dokumentart: Norm-Entwurf

Ausgabedatum: 2011-10

Erscheinungsdatum: 2011-10-04

Einführungsbeitrag:

Dieser Teil der Europäischen Norm EN 12516 legt das Verfahren zur Berechnung der Festigkeit des drucktragenden Gehäuses gegen den Innendruck der Armatur fest. EN 12516, "Industriearmaturen - Gehäusefestigkeit", umfasst vier Teile. Die Teile 1 und 2 legen Verfahren zur Bestimmung der Wanddicke der drucktragenden Gehäuse von Armaturen aus Stahl nach dem Tabellen- oder Berechnungsverfahren fest. Teil 3 legt ein experimentelles Verfahren zur Bewertung der Festigkeit von drucktragenden Armaturengehäusen aus Stahl, Gusseisen und Kupferlegierung fest, indem ein erhöhter hydrostatischer Prüfdruck bei Umgebungstemperatur aufgebracht wird. Teil 4 legt Verfahren für die Berechnung der Wanddicke von drucktragenden Gehäusen von Armaturen aus anderen metallischen Werkstoffen als Stahl fest. Das Berechnungsverfahren nach Teil 2 ist insoweit mit DIN 3840 vergleichbar, dass der Konstrukteur die Wanddicke für jeden Punkt auf der Druck-/Temperatur-Kurve berechnen muss, wobei er die für die Werkstoffe zulässige Spannung bei der von ihm gewählten Temperatur einsetzt. Die zulässige Spannung wird auf der Grundlage der Werkstoffeigenschaften mit den in Teil 2 festgelegten Sicherheitsfaktoren errechnet. Nach den Gleichungen in Teil 2 gilt die Armatur als Druckbehälter, und es wird sichergestellt, dass keine übermäßige Verformung oder plastische Instabilität auftritt. Das Tabellenverfahren nach Teil 1 ist insoweit mit ASME B 16.34 vergleichbar, dass der Konstrukteur die geforderte Mindestwanddicke des Armaturengehäuses aus einer Tabelle entnehmen kann. Der Innendurchmesser des geraden Rohres, in das die Armatur eingebaut wird, ist das Bezugsmaß, aus dem die Tabellenwerte der Gehäusewanddicken errechnet werden. Die Tabellenwerte der Wanddicken nach Teil 1 werden nach der Gleichung für den dünnen Zylinder wie auch in Teil 2 errechnet. Die in der Gleichung eingesetzte zulässige Spannung 120,7 N/mm2 und der Betriebsdruck, pc, in N/mm2, ändern sich in jeder PN- und Class-Bezeichnung. Teil 1 enthält diese pc-Werte für alle tabellarischen PN- und Class-Bezeichnungen. Teil 1 legt Druck-/Temperatur-Zuordnungen für drucktragende Armaturengehäuse als PN-, Standard- und Spezial-Zuordnungen fest, mit den in den Tabellen festgelegten Wanddicken. Diese tabellarisch dargestellten Druck-/Temperatur-Zuordnungen gelten für eine Gruppe von Werkstoffen und werden mit einer gewählten Spannung errechnet, die nach den für diese Gruppe repräsentativen Werkstoffeigenschaften unter Verwendung der in Teil 1 festgelegten Sicherheitsfaktoren bestimmt wird. Jede tabellarisch dargestellte Druck-/Temperatur-Zuordnung erhält als Kennung eine Referenz-Druckbezeichnung. Das Tabellenverfahren enthält eine Dicke für das Gehäuse für jede PN- oder Class-Bezeichnung, die nur vom Innendurchmesser, Di, des Gehäuses an dem Punkt abhängt, an dem die Dicke zu bestimmen ist. Der berechnete Druck wird durch den höchstzulässigen Druckwert begrenzt, der eine Obergrenze für hochfeste Werkstoffe setzt und einen festgelegten Grenzwert für die Durchbiegung beinhaltet. Ein Vorteil des Tabellenverfahrens, das ungeachtet des Gehäusewerkstoffes eine festgelegte Reihe von Gehäuseabmessungen beinhaltet, ist die Möglichkeit, über gemeinsame Modelle und Schmiedegesenke zu verfügen. Die zulässige Druck-/Temperatur-Zuordnung je Werkstoffgruppe variiert proportional zu den für die Werkstoffgruppe des jeweiligen Gehäusewerkstoffes gewählten Spannungen, bei Anwendung der vorgenannten Regeln. Ein Vorteil des Berechnungsverfahrens liegt darin, dass es für einen bestimmten Anwendungsfall die effizienteste Auslegung ermöglicht, indem die zulässigen Spannungen für den tatsächlich für diesen Anwendungsfall gewählten Werkstoff eingesetzt werden. Die beiden Verfahren beruhen auf unterschiedlichen Annahmen und deshalb ist die detaillierte Analyse unterschiedlich. Beide Verfahren bieten ein sicheres und erprobtes Verfahren, drucktragende Bauteile für Armaturengehäuse zu konstruieren.

Änderungsvermerk:

Gegenüber DIN EN 12516-2:2004-10 wurden folgende Änderungen vorgenommen: a) Norm vollständig überarbeitet.

Sprachen: Deutsch

 

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