DIN EN 14625:2010-02
Titel (deutsch): Luftqualität - Messverfahren zur Bestimmung der Konzentration von Ozon mit Ultraviolett-Photometrie; Deutsche Fassung prEN 14625:2010
Titel (englisch): Ambient air quality - Standard method for the measurement of the concentration of ozone by ultraviolet photometry; German version prEN 14625:2010
Dokumentart: Norm-Entwurf
Ausgabedatum: 2010-02
Kurzreferat: Dieses Dokument legt ein kontinuierliches ultraviolettphotometrisches Messverfahren zur Bestimmung der Konzentration von Ozon in Luft fest. Es nennt die Leistungskenngrößen und legt die Mindestanforderungen für die Eignungsprüfung von Chemilumineszenz-Messgeräten fest. Es beinhaltet auch die Bewertung der Eignung eines Messgeräts zum Einsatz an einem bestimmten ortsfesten Messstandort bezüglich der Anforderungen der EU-Richtlinien an die Datenqualität und bezüglich der Anforderungen für Probennahme, Kalibrierung und Qualitätssicherung. Das Verfahren ist anwendbar zur Bestimmung der Massenkonzentration von Ozon in Luft im Bereich von 0 bis 500 µg/m3. Dieser Konzentrationsbereich entspricht dem Zertifizierungsbereich für die Eignungsprüfung. Das Verfahren umfasst die Bestimmung der Konzentration von Ozon in Gebieten, die als ländliche Gebiete, städtische Gebiete und Gebiete mit städtischem Hintergrund klassifiziert sind. Wird diese Norm für andere als in der EU-Richtlinie festgelegte Zwecke eingesetzt, dann brauchen die Anforderungen hinsichtlich Anwendungsbereich und Unsicherheit nicht zur Geltung kommen.
Erscheinungsdatum: 2010-03-29
Einführungsbeitrag:
Dieser Norm-Entwurf legt ein automatisches UV-photometrisches Verfahren zur kontinuierlichen Messung der Konzentration von Ozon in Luft fest. Dieses Verfahren ist auch das Referenzverfahren für Messungen im Zusammenhang mit der Richtlinie 2008/50/EG über Luftqualität und saubere Luft für Europa. Deshalb enthält der Norm-Entwurf auch die Mindestanforderungen für die Eignungsprüfung von UV-Photometern sowie Vorgaben zur Feststellung der Eignung eines Messgeräts für den Betrieb an einem ortsfesten Messstandort (ländlich, städtisch, städtischer Hintergrund) bezüglich der Anforderungen der EU-Richtlinie an die Datenqualität. Das Verfahren ist zur Bestimmung der Ozon-Konzentration bis 500 µg/m3 anwendbar. Dieser Konzentrationsbereich ist auch der Zertifizierungsbereich für die Eignungsprüfung. Der Norm-Entwurf enthält Informationen für verschiedene Nutzergruppen: a) Allgemeine Informationen über die Grundlagen der O3-Messung mit einem UV-Photometer sowie über die Probennahmeeinrichtung. b) Informationen für Prüfinstitute und Prüflaboratorien, die Eignungsprüfungen von automatischen Messgeräten durchführen: - Prüfbedingungen, -verfahren und -anforderungen; - Mindestanforderungen für die Messgeräte; - Bewertung der Ergebnisse; - Ermittlung und Bewertung der Messunsicherheit. c) Informationen für Betreiber von Luftgütemessnetzen: - Erstinstallation des Messgeräts im Messnetz und Eignungsbewertung; - laufende Qualitätssicherung und -kontrolle; - Berechnung und Übermittlung der Messergebnisse; - Bewertung der Messunsicherheit im Messbetrieb. Damit gewinnt dieser Norm-Entwurf auch für Messgerätehersteller große Bedeutung. Dieser Norm-Entwurf ist die europaweite Grundlage zur einheitlichen Messung der Luftqualität in Bezug auf die O3-Konzentration.
Änderungsvermerk:
Gegenüber DIN EN 14625:2005-07 wurden folgende Änderungen vorgenommen: a) Vorwort und Abschnitt 1: Hinweise, welche Abschnitte der Norm für welche Nutzergruppen relevant sind. b) Abschnitt 8.1 und Abschnitt 8.3: Normative Verweisungen auf die Europäischen Normen EN 15267-1 und EN 15267-2. c) Abschnitt 8.2, Tabelle 1: Aufnahme der zusätzlichen Leistungskenngröße "Verweilzeit im Messgerät". d) Abschnitt 9.9 (neu): Allgemeine Hinweise zur Messunsicherheit. e) Abschnitt 11: Festlegung höherer Anforderungen für Prüfberichte und Dokumentation. f) Ersatz von Anhang D durch Verweis auf Richtlinie 2008/50/EG in Abschnitt 6.2. g) Anhang F.3 (vorher G.3): Änderung der Gleichungen für die Berechnung der Einflussgrößen. h) Anhang H (neu): Berechnung der Unsicherheit im Feldbetrieb beim 8-Stunden-Zielwert. i) Anhang F (vorher G) bis Anhang H: Geänderte und zusätzliche Beispielrechnungen.
Sprachen: Deutsch


