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Norm-Entwurf

DIN EN 60068-3-13:2012-01

Titel (deutsch): Umweltprüfungen - Teil 3-13: Ergänzende Unterlagen und Anleitung zur Prüfung T: Löten (IEC 91/994/CD:2011)

Produktabbildung - DIN EN 60068-3-13:2012-01
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Titel (englisch): Environmental testing - Part 3-13: Supporting documentation and guidance on test T: Soldering (IEC 91/994/CD:2011)

Dokumentart: Norm-Entwurf

Ausgabedatum: 2012-01

Erscheinungsdatum: 2011-12-19

Einführungsbeitrag:

Der jetzt vorliegende Teil 3-13 der Normenreihe 60068 enthält Hintergrundinformationen und Empfehlungen für Autoren und Nutzer von Spezifikationen für elektrische und elektronische Bauelemente. Dabei wird Bezug genommen auf die Prüfnormen IEC 60068-2-20, IEC 60068-2-54, IEC 60068-2-69 und IEC 60068-2-83 sowie auf die IEC 61760-1, in der die Forderungen für die Spezifikationen oberflächenmontierbarer Bauelemente definiert sind. Nach Klärung elementarer Begriffe, wie Lötbarkeit, Lötwärmebeständigkeit und Benetzbarkeit, widmet sich ein einleitendes Kapitel den Faktoren, die die Fähigkeit zum Löten beeinflussen. Die Bedingungen, von denen die problemlose Herstellung und die Zuverlässigkeit einer Lötverbindung abhängen, können in drei Gruppen eingeteilt werden. Dies sind zum einen die Ausführung der Verbindung, bestimmt durch die Wahl der beiden zu verbindenden metallischen Elemente (deren Form, Größe, Zusammensetzung und so weiter) und der Fertigungsmethode (relative Lage, anfängliche Befestigung und so weiter) und zum anderen die Benetzbarkeit der zu verbindenden Oberflächen sowie die für den Lötvorgang angenommenen Bedingungen (Temperatur, Flussmittel, Lotlegierung, Ausrüstungen und so weiter). Weitere Abschnitte befassen sich mit der Physik der Oberflächenbenetzung, der Qualität und der Zuverlässigkeit von Lötverbindungen. Das Kapitel Verarbeitbarkeit von Bauelementen in Lötprozessen beziehungsweise Löten erläutert, dass es nicht ausreichend ist, dass ein Bauelement Anschlüsse hat, die zum Löten geeignet sind (durch geschmolzenes Lot benetzt werden können). Gegenwärtig werden bei der Herstellung elektronischer Ausrüstungen verschiedene Arten von Lötprozessen und Lotlegierungen verwendet. Aufgrund der Einführung von bleifreiem Lot können die Verarbeitungstemperaturen heutzutage in einem Bereich von mehr als 100 Grad variieren und eine Dauer von Sekunden bis zu Minuten haben. Wegen der großen Vielfalt der Prozessbedingungen kann ein Bauelement nicht einfach mehr als geeignet für zum Beispiel "Schwalllöten" oder "Reflow-Löten" oder "bleifreies Löten" klassifiziert werden. Besondere Aufmerksamkeit sollte der Tatsache beigemessen werden, dass die Eignung eines Bauelementes zum "bleifreien Löten" wegen der Vielfalt bleifreier Lotlegierungen und Prozessbedingungen nicht angegeben werden kann. Weitere Abschnitte haben unter anderem das Lot, die Einteilung der Lötbedingungen, die Eignung zum Löten, die Feuchtigkeitsempfindlichkeit der Bauelemente und den Zusammenhang zwischen Lagerungszeit/Lagerungsbedingungen und Lötbarkeit zum Thema. Die Lötprüfung beschäftigt sich mit den typischen Bedingungen für Lötvorgänge, mit der Funktion der Prüfungen im Hinblick auf industrielle Lötprozesse und mit den Gründen für die Wahl der Prüfbedingungen. Industrielle Lötbedingungen in der Elektronik variieren beträchtlich, aber es ist im Allgemeinen für die Erfüllung der unterschiedlichen Montagebedingungen nicht erforderlich, verschiedene Arten von Bauelementen zu verwenden. Es ist somit möglich, die Bedingungen des industriellen Lötens von Bauelementen innerhalb vernünftiger, enger Grenzen zu klassifizieren. Weitere Abschnitte widmen sich den Themen Lotlegierung, Flussmittel, Prüfausrüstungen, Bewertungsmethoden und Abnahmekriterien. Im Kapitel Methoden der Lötprüfungen wird der Zweck von Lötprüfungen erläutert. Bauelemente und Lot sind unter kontrollierten Bedingungen so zusammenzubringen, dass die Qualität der Benetzung entsprechend der definierten Kriterien eingeschätzt werden kann. Grundsätzlich sind Lötzeitprüfungen Schätzungen der Zeit, die der Kontaktwinkel benötigt, um an allen Stellen der Lotgrenze einen gleichmäßig niedrigen Winkel zu erreichen. Bei einigen Prüfungen wird diese Bedingung nur durch visuelle Prüfung geschätzt. Bei anderen wird die Zeit gemessen. Komplett quantitative Prüfungen sind diejenigen, bei denen sowohl die Zeit als auch die auf den Prüfling durch die Oberflächenspannung des Lotes einwirkende Kraft gemessen wird. Bei verlängertem Kontakt kann sich der Kontaktwinkel unter besonderen Umständen wieder vergrößern und das Lot sich wieder von der Oberfläche des Prüflings zurückziehen. Dieses Phänomen ist als Entnetzung bekannt. Einige der Prüfmethoden sehen eine Untersuchung auf Entnetzung vor. Wenn die Möglichkeit von Entnetzung befürchtet wird, sollte in der entsprechenden Spezifikation gefordert werden, dass dies einbezogen wird. In weiteren Abschnitten werden die Themen Überblick über die Prüfmethoden, Lotbadprüfung, Aufschmelzprüfung, Lötkolbenprüfung, Lötbarkeit und Benetzungswaage behandelt. Die Methode der Prüfung mit der Benetzungswaage gestattet die Messung der vertikalen Kräfte, die auf einen Prüfling einwirken, als Funktion der Zeit, wenn dieser in ein Bad oder in eine Kugel geschmolzenen Lots eingetaucht ist. Die Benetzbarkeit des Prüflings wird dabei als Zeit zum Erreichen eines vorgegebenen Benetzungsgrades oder als Grad der innerhalb einer vorgegebenen Zeit erreichten Benetzung abgeleitet. Einige metallische Oberflächen sind einfacher zu löten als andere. Sie unterscheiden sich sowohl in der Benetzungsgeschwindigkeit als auch in der Adhäsionskraft des Lots an deren Oberfläche. Die Benetzungsgeschwindigkeit ist abhängig von den kombinierten Wirkungen des Wärmebedarfs und der Benetzbarkeit der Metalloberfläche. Diese kombinierten Eigenschaften sind als Lötbarkeit des Materials bekannt. Die Benetzbarkeit desselben Materials kann beträchtlich variieren, da sie stark vom Zustand der Metalloberfläche abhängt. Dünne Filme von Oxid, Fett oder organischen Verunreinigungen können die Benetzbarkeit eines Metalls stark beeinträchtigen. Mit der Einführung der Verarbeitung bleifreier Lote sind jetzt viele neue Oberflächenbeschaffenheiten gebräuchlich, und diese haben unterschiedliche Benetzbarkeitscharakteristika sowie eine unterschiedliche Anfälligkeit zur Verschlechterung bei verschiedenen Umweltbedingungen. Ein abschließendes Kapitel des Norm-Entwurfs erläutert Anforderungen und den statistischen Charakter der Ergebnisse. Der Leitfaden hilft dem Autor und dem Nutzer der Spezifikation durch Erläuterung des Grundkonzepts, eine besondere Methode auszuwählen und die genaue Bedeutung der erhaltenen Ergebnisse zu verstehen. Zuständig ist das K 682 "Montageverfahren für elektronische Baugruppen" der DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE.

Sprachen: Deutsch, Englisch

 

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