DIN EN ISO 22825:2010-03
Titel (deutsch): Zerstörungsfreie Prüfung von Schweißverbindungen - Ultraschallprüfung - Prüfung von Schweißverbindungen in austenitischen Stählen und Nickellegierungen (ISO/DIS 22825:2010); Deutsche Fassung prEN ISO 22825:2010
Titel (englisch): Non-destructive testing of welds - Ultrasonic testing - Testing of welds in austenitic steels and nickel-based alloys (ISO/DIS 22825:2010); German version prEN ISO 22825:2010
Dokumentart: Norm-Entwurf
Ausgabedatum: 2010-03
Erscheinungsdatum: 2010-04-06
Einführungsbeitrag:
Dieses Dokument (prEN ISO 22825:2010) wurde vom Technischen Komitee ISO/TC 44 "Welding and allied processes" in Zusammenarbeit mit dem Technischen Komitee CEN/TC 121 "Schweißen" erarbeitet, dessen Sekretariat vom DIN (Deutschland) gehalten wird. Das zuständige deutsche Gremium ist der NA 062-08-23 AA "Ultraschallprüfung" im Normenausschuss Materialprüfung (NMP). Die Ultraschallprüfung von Schweißverbindungen zwischen austenitischen Stahlbauteilen und von Mischverbindungen wird oft als sehr schwierig angesehen. Die Probleme hängen meistens mit ungünstigem Gefüge und Korngrößen sowie mit unterschiedlichen Werkstoffeigenschaften zusammen, was zu inhomogenen und anisotropen mechanischen und akustischen Eigenschaften führt, im Gegensatz zum relativ isotropen Verhalten in Schweißverbindungen niedrig legierter Stähle. Austenitische Schweißverbindungen und andere grobkörnige anisotrope Werkstoffe können die Ausbreitung des Ultraschalls wesentlich beeinflussen. Zusätzlich können Verzerrungen des Strahls, unerwartete Reflexionen und Wellenumwandlungen an der Schmelzlinie und/oder an Stengelkristallen auftreten. Deswegen kann es für Ultraschallwellen schwierig und manchmal auch unmöglich sein, das Schweißgut zu durchdringen. Die Ultraschallprüfung dieser Metalle kann Techniken erfordern, die von den herkömmlichen Prüftechniken abweichen. Diese besonderen Techniken schließen oft die Verwendung von SE-Prüfköpfen ein, für durch Brechung erzeugte Longitudinalwellen oder Kriechwellen, weniger für die üblichen Transversalwellen. Zusätzlich ist es notwendig, charakteristische Vergleichskörper mit Schweißverbindungen zur Entwicklung eines Prüfverfahrens herzustellen, eine vorläufige Prüfempfindlichkeit festzulegen, das Prüfverfahren zu bewerten und seine Wirksamkeit nachzuweisen, bevor eine endgültige Prüfanweisung geschrieben wird. Sowohl Werkstoff, Nahtvorbereitung, Schweißverfahren als auch Geometrie und Oberflächenzustand von Vergleichskörpern sind üblicherweise dieselben wie für das zu prüfende Objekt.
Änderungsvermerk:
Gegenüber DIN EN ISO 22825:2006-10 wurden folgende Änderungen vorgenommen: a) ISO 5577, ISO 17635 und ISO 17640 wurden in die Normativen Referenzen aufgenommen; b) Komplette inhaltliche und redaktionelle Überarbeitung; c) Neustrukturierung der Abschnitte; d) Überarbeitung der erläuternden Bilder; e) Aufnahme eines überarbeiteten Ablaufdiagramms zur Erstellung von Prüfanweisungen.
Sprachen: Deutsch


