DIN IEC 61000-2-13; VDE 0839-2-13:2005-07:2005-07
Titel (deutsch): Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) - Teil 2-13: Umgebungsbedingungen - Umgebungen mit hoher elektromagnetischer Leistung (HPEM) - Abgestrahlt und leitungsgeführt (IEC 61000-2-13:2005)
Titel (englisch): Electromagnetic compatibility (EMC) - Part 2-13: Environment - High-power electromagnetic (HPEM) environments - Radiated and conducted (IEC 61000-2-13:2005)
Dokumentart: Norm-Entwurf
Ausgabedatum: 2005-07
Einführungsbeitrag:
Der Norm-Entwurf dient der Beschreibung der durch Felder mit hoher elektromagnetischer Leistung (HPEM) erzeugten gestrahlten und leitungsgeführten elektromagnetischen Umgebung. Solche Umgebungen können zerstörerische Wirkungen auf elektrische und elektronische Systeme und Einrichtungen im zivilen Bereich ausüben. Für die Entwicklung von Schutzmaßnahmen ist es daher erforderlich, die (entsprechenden) gestrahlten und leitungsgeführten Umgebungen zu definieren. Für die Anwendung dieses Norm-Entwurfs gelten Hochleistungsbedingungen als erreicht, wenn der Spitzenwert des elektrischen Feldes 100 V/m überschreitet.
In dem Norm-Entwurf werden typische HPEM-Kurvenformen für Schmalband bis Ultrabreitband, wie z. B. "Phaser"-, "Dispatcher"- und "Disrupter"-Kurvenformen, betrachtet und Beispiele von Kurvenformen angegeben. Eine Umgebung mit hoher elektromagnetischer Leistung (HPEM-Umgebung) kann sein:
- gestrahlt oder leitungsgeführt
- eine Einzelimpuls-Einhüllende mit vielen Zyklen einer einzelnen Frequenz (ein scharfes schmalbandiges Signal, das eine gewisse Frequenzbeweglichkeit besitzt; die Einhüllende des Impulses kann moduliert sein)
- ein aus vielen Impulsen bestehendes Impulspaket (Burst), wobei jede Einhüllende eines einzelnen Impulses viele Zyklen einer einzelnen Frequenz enthält
- ein extrem breitbandiger transienter (kurzzeitiger) Impuls (transienter Ultrabreitband-Impuls) (der Spektralinhalt reicht von einigen Zehn MHz bis zu mehreren GHz)
- ein Impulspaket (Burst) mit vielen extrem breitbandigen transienten Impulsen (transienten Ultrabreitband-Impulsen).
Das HPEM-Signal kann aus Quellen wie Radar oder anderen Sendern, die in der Nachbarschaft einer Anlage vorhanden sind, oder von einem Generatorsystem stammen, das absichtlich geschaffen wurde, um mit ihm auf eine zivile Einrichtung zu zielen. Entsprechende Beispiele zu Generatoren sind im Norm-Entwurf angegeben. Gestrahlte Signale können durch Einkopplung (auf Leitungen) auch leitungsgeführte Spannungen und Ströme induzieren. Zusätzlich können leitungsgeführte HPEM-Umgebungen direkt im Leitungssystem einer Anlage erzeugt werden.
Für den Norm-Entwurf ist das UK 767.3 "Hochfrequente Störgrößen" zuständig.
Sprachen: Deutsch

