DIN ISO 11269-1:2011-06
Titel (deutsch): Bodenbeschaffenheit - Bestimmung der Wirkungen von Schadstoffen auf die Bodenflora - Teil 1: Verfahren zur Messung der Wurzelwachstumshemmmung (ISO/DIS 11269-1:2010)
Titel (englisch): Soil quality - Determination of the effects of pollutants on soil flora - Part 1: Method for the measurement of inhibition of root growth (ISO/DIS 11269-1:2010)
Dokumentart: Norm-Entwurf
Ausgabedatum: 2011-06
Erscheinungsdatum: 2011-05-30
Einführungsbeitrag:
Dieser Teil von ISO 11269 beschreibt ein Verfahren zur Bestimmung der Wirkungen von kontaminierten Böden oder kontaminierten Proben auf die Wurzelverlängerung von Landpflanzen. Dieses Verfahren ist anwendbar auf Böden, Bodenmaterialien, Kompost, Klärschlamm, Abfälle oder die Prüfung von Chemikalien. Es ist anwendbar für den Vergleich von Böden bekannter und unbekannter Beschaffenheit und für die Messung der Wirkungen von Materialien (Kompost, Schlamm, Abfälle) oder Chemikalien, die dem Boden kontrolliert zugegeben werden. Das Verfahren ist nicht dafür vorgesehen, als Maß für die Fähigkeit eines Bodens, Pflanzenwachstum nachhaltig zu ermöglichen, verwendet zu werden. Die chemische Analyse von Bodenproben oder von auf dem Boden zu beseitigenden Abfällen in Verbindung mit ökotoxikologischer Prüfung liefert eine wesentliche Aussage über die Eignung des Bodens für die landwirtschaftliche Produktion oder Angaben über das aus der Beseitigung von Abfällen, wie Klärschlamm auf Ackerland, resultierende potentielle Risiko für die Umwelt. Es ist auch erforderlich, die Bodenbeschaffenheit nach der Sanierung von Industriegeländen und Kohlehalden beziehungsweise beim Überdecken von Deponien einzuschätzen. Da die Funktion des Bodens, das Wachstum von Feldfrüchten zu ermöglichen, das Hauptkriterium ist, wurde eine Schnellwachstumsprüfung auf der Grundlage von Sämlingswachstum unter kontrollierten Umgebungsbedingungen entwickelt. Die beiden Hauptvoraussetzungen für eine Pflanzentoxizitätsprüfung bestehen darin, dass sie durchweg zuverlässige Ergebnisse liefert und dass sie zu jeder Jahreszeit angewendet werden kann. Es ist deshalb wesentlich, Saaten in kontrollierter Umgebung aufzuziehen, um optimale Wachstumsbedingungen sicherzustellen, die über eine beliebige Anzahl von Prüfungen aufrechterhalten werden können und über einen langen Zeitraum reproduzierbare Ergebnisse liefern. Für diesen Norm-Entwurf ist das Gremium NA 119-01-02-04 UA "Biologische Verfahren" im DIN zuständig.
Änderungsvermerk:
Gegenüber DIN ISO 11269-1:1997-06 wurden folgende Änderungen vorgenommen: a) der Anwendungsbereich auf Kompost und Schlamm erweitert; b) die Kriterien ergänzt, die eine Validierung der Prüfergebnisse erlauben; c) der Anhang B (vorher Anhang D) geändert hinsichtlich der vorhandenen Daten zur Referenzsubstanz; d) die Grenzen des Verfahrens in Bezug auf einige Bodentypen aufgenommen.
Sprachen: Deutsch


