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Norm-Entwurf

DIN ISO 12219-3:2011-06

Titel (deutsch): Innenraumluft von Straßenfahrzeugen - Teil 3: Screeningverfahren für die Bestimmung von flüchtigen organischen Verbindungen aus Fahrzeuginnenraumausstattungsteilen - Mikroprüfkammer-Verfahren (ISO/DIS 12219-3:2011)

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Sprache: Deutsch
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Titel (englisch): Indoor air of road vehicles - Part 3: Screening method for the determination of the emissions of volatile organic compounds from vehicle interior parts and materials - Micro-chamber method (ISO/DIS 12219-3:2011)

Dokumentart: Norm-Entwurf

Ausgabedatum: 2011-06

Kurzreferat: Dieser Teil der ISO 12219 gibt Handlungsanweisungen zu einem schnellen qualitativen und quantitativen Screeningverfahren für die Messung von in der Dampfphase befindlichen flüchtigen organischen Verbindungen, die aus Fahrzeuginnenraumausstattungsteilen unter simulierten realen Gebrauchsbedingungen in einer Mikroprüfkammer entweichen. Dieses Verfahren dient der Bewertung von neuen Fahrzeuginnenraumausstattungsteilen, kann aber prinzipiell auch für Komponenten aus gebrauchten Fahrzeugen verwendet werden. Das Prinzip der Prüfung besteht in der Bestimmung der flächenspezifischen (oder der massenspezifischen) Emissionsrate der VOC, die aus Fahrzeugprodukten emittiert werden. Die Prüfung wird in einer Mikroprüfkammer bei konstanter Temperatur und konstantem Volumenstrom durchgeführt. Die Oberfläche (oder Masse) der Probe in der Mikroprüfkammer ist konstant; durch die Messung der Masse oder der Konzentrationen der emittierten Verbindungen in der Dampfphase können die flächenspezifischen (oder massenspezifischen) Emissionsraten der VOC des zu untersuchenden Produktes bei einer gegebenen Zeit, t, bestimmt werden. Der analytische Teil des Gesamtmessverfahrens basiert auf der Verwendung von Sorptionsröhrchen mit anschließender thermischer Desorption und gaschromatografischer Analyse der VOC (nach ISO 16000-6) sowie der Verwendung von mit 2,4-Dinitrophenylhydrazin(2,4-DNPH)-dotierten Sorptionsröhrchen, mit anschließender Hochleistungsflüssigchromatografie(HPLC)-Analyse mit Ultraviolettabsorption zur Bestimmung des Formaldehyds und anderer Carbonyle (nach ISO 16000-3). Diese Vorgehensweise ist in Übereinstimmung mit bestehenden Normen und bietet Dritten - Prüflaboratorien und Herstellern - eine kostengünstige Vorgehensweise für: - Überwachung und Screeningmessung von VOC-Emissionen als Teil der Routinequalitätskontrolle; - Überwachung der Produktkonstanz/Konformität zwischen den formalen Zertifizierungsprüfungen; - Vergleich von Emissionen aus einem Produktbereich (z. B. unterschiedliche Farben/Muster); - Prototypbewertungen von gering-emittierendem Materialien/Produkten während der Entwicklung.

Erscheinungsdatum: 2011-05-23

Einführungsbeitrag:

In der Industrie werden flüchtige organische Verbindungen (VOC) vielseitig verwendet und können dadurch aus vielen Alltagsprodukten und -materialien emittiert werden. Sie haben aufgrund der Tatsache, dass sie einen Einfluss auf die Fahrgastzellenluftqualität haben, in den letzten Jahren eine große Aufmerksamkeit erhalten. Die Leute verbringen - in der Rangfolge nach Wohnung und Arbeitsplatz - einen großen Teil der Zeit in ihren Fahrzeugen. Es ist wichtig, die Materialemissionen aus den Fahrzeuginnenraumausstattungsteilen zu bestimmen und auf ein akzeptables Maß zu reduzieren. Deshalb ist es notwendig umfassende und belastbare Informationen über die Arten der organischen Verbindungen in der Innenraumluft der Fahrzeuge und auch deren Konzentrationen zu erhalten. Dieser Teil der ISO 12219 gibt Handlungsanweisungen zu einem schnellen qualitativen und quantitativen Screeningverfahren für die Messung von in der Dampfphase befindlichen flüchtigen organischen Verbindungen, die aus Fahrzeuginnenraumausstattungsteilen unter simulierten realen Gebrauchsbedingungen in einer Mikroprüfkammer entweichen. Dieses Verfahren dient der Bewertung von neuen Fahrzeuginnenraumausstattungsteilen, kann aber prinzipiell auch für Komponenten aus gebrauchten Fahrzeugen verwendet werden. Das Prinzip der Prüfung besteht in der Bestimmung der flächenspezifischen (oder der massenspezifischen) Emissionsrate der VOC, die aus Fahrzeugprodukten emittiert werden. Die Prüfung wird in einer Mikroprüfkammer bei konstanter Temperatur und konstantem Volumenstrom durchgeführt. Die Oberfläche (oder Masse) der Probe in der Mikroprüfkammer ist konstant; durch die Messung der Masse oder der Konzentrationen der emittierten Verbindungen in der Dampfphase können die flächenspezifischen (oder massenspezifischen) Emissionsraten der VOC des zu untersuchenden Produktes bei einer gegebenen Zeit, t, bestimmt werden. Der analytische Teil des Gesamtmessverfahrens basiert auf der Verwendung von Sorptionsröhrchen mit anschließender thermischer Desorption und gaschromatografischer Analyse der VOC (nach ISO 16000-6) sowie der Verwendung von mit 2,4-Dinitrophenylhydrazin(2,4-DNPH)-dotierten Sorptionsröhrchen und anschließender Hochleistungsflüssigchromatografie(HPLC)-Analyse mit Ultraviolettabsorption zur Bestimmung des Formaldehyds und anderer Carbonyle (nach ISO 16000-3). Diese Vorgehensweise ist in Übereinstimmung mit bestehenden Normen und bietet Dritten - Prüflaboratorien und Herstellern - eine kostengünstige Vorgehensweise für: -- die Überwachung und Screeningmessung von VOC-Emissionen als Teil der Routinequalitätskontrolle; -- die Überwachung der Produktkonstanz/Konformität zwischen den formalen Zertifizierungsprüfungen; -- den Vergleich von Emissionen aus einem Produktbereich (z. B. unterschiedliche Farben/Muster); -- die Prototypbewertungen von gering-emittierendem Materialien/Produkten während der Entwicklung. Das beschriebene Verfahren behandelt Design, Konstruktion, Leistung, Bewertung und Verwendung von Probenbeuteln zur Prüfung gasförmiger Emissionen, die aus Fahrzeuginnenraumausstattungsteilen diffundieren. Der internationale Normentwurf wurde von der Gemeinsamen Arbeitsgruppe ISO/TC 22-ISO/TC 146/SC 6/WG 13 (JWG 13) Determination of volatile organic components in car interiors der Technischen Komitees ISO/TC22 Road Vehicles und ISO/TC 146, Air quality, Subcommittee (SC 6), Indoor air, erarbeitet. Obmannschaft und Sekretariat der JWG 13 liegen bei Deutschland. Das zuständige deutsche Gremium ist der NA 134-04-04-15 UA Bestimmung von VOC in der Fahrgastzelle. An der Erstellung dieses Norm-Entwurfs waren der Fachbereich IV Umweltmesstechnik der Kommission Reinhaltung der Luft (KRdL) im VDI und DIN-Normenausschuss sowie der Arbeitskreis Innenraumemission des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) maßgeblich beteiligt.

Sprachen: Deutsch

 

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