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Norm-Entwurf

DIN ISO 16000-4:2010-09

Titel (deutsch): Innenraumluftverunreinigungen - Teil 4: Bestimmung von Formaldehyd - Probenahme mit Passivsammlern (ISO/DIS 16000-4:2010)

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Sprache: Deutsch
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Titel (englisch): Indoor air - Part 4: Determination of formaldehyde - Diffusive sampling method (ISO/DIS 16000-4:2010)

Dokumentart: Norm-Entwurf

Ausgabedatum: 2010-09

Kurzreferat: Formaldehyd hat ein hohes toxisches Potenzial. Daher ist die Bestimmung als Innenraumluftverunreinigung von besonderem Interesse. Dieser Teil der ISO 16000 legt allgemeine Anforderungen für die Messung von Formaldehyd in der Innenraumluft fest, bei dem Passivsammler, in Verbindung mit der Lösemitteldesorption und der Hochleistungsflüssigkeitschromatographie (HPLC) eingesetzt werden. Hierbei ist die in ISO 16000-2 beschriebene Probenahmestrategie zu berücksichtigen. Das Verfahren ist für Luftmessungen bei üblicher relativer Luftfeuchte und bei Luftgeschwindigkeiten bis hinab zu 0,02 m/s anwendbar. Mögliche Störungen - einschließlich der durch die Anwesenheit anderer Carbonylverbindungen bedingten - sollten durch chromatographische Verfahrensschritte entfernt werden. Das Messergebnis des Verfahrens gibt den über die Probenahmedauer gemittelten Durchschnittswert an. Das Messverfahren ist zur Bestimmung von Formaldehyd in Innenräumen in einem Konzentrationsbereich von 0,001 mg/m3 bis 1,0 mg/m3 bei Probenahmezeiten zwischen 24 h und 72 h einsetzbar. Für Probenahmezeiten von 24 h liegt die geeignete Konzentration bei 0,003 mg/m3 bis 1 mg/m3 und für 72 h bei 0,001 mg/m3 bis 0,33 mg/m3. Passivsammlern, die entsprechend auf Empfindlichkeit und Genauigkeit geprüft wurden, können für Kurzzeitprobenahmen von weniger als 24 h verwendet werden. Formaldehyd ist die einfachste Carbonylverbindung mit einem Kohlenstoff-, einem Sauerstoff- und zwei Wasserstoffatomen. In der monomolekularen Form ist er ein farbloses, stechend riechendes, reaktives Gas. Er wird in der Produktion von Harnstoff-Formaldehyd-Harzen, Klebern und Isolierschäumen eingesetzt. Emissionen aus Spanplatten und Wandisolierungen sind die Hauptquellen für Formaldehyd in der Innenraumluft.

Erscheinungsdatum: 2010-09-20

Einführungsbeitrag:

Formaldehyd hat ein hohes toxisches Potenzial. Daher ist die Bestimmung als Innenraumluftverunreinigung von besonderem Interesse. Dieser Teil der DIN ISO 16000 ist eine Prüfnorm für den Umweltschutzbereich und dazu gedacht, die Innenraumluft im Hinblick auf Formaldehyd zu charakterisieren. Das standardisierte, einfache Messverfahren ist wichtig, um die gesundheitliche Schadstoffbelastung im Innenraum zu erkennen, und kann von besonderer Tragweite sein, da das Untersuchungsergebnis erhebliche Konsequenzen haben kann, so zum Beispiel hinsichtlich eines Sanierungsbedarfs oder des Erfolges einer Sanierung. Als Innenraum im Sinne dieses Norm-Entwurfs werden neben dem privat häuslichen Bereich unter anderem auch Büros, Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser, Veranstaltungsräume (wie Theater, Kinos) sowie die Fahrgastzellen von Kraftfahrzeugen verstanden. Dieser Teil der ISO 16000 legt ein Verfahren zur Bestimmung von Formaldehyd (HCHO) in der Luft fest. Der Formaldehyd wird in einem Passivsammler gesammelt; dabei erfolgt eine Umsetzung des Formaldehyds auf Kieselgelpapieren, die mit 2,4-Dinitrophenylhydrazin (DNPH) belegt sind, zu dem entsprechenden Hydrazon. Dieses wird nach der Extraktion bei der nachfolgenden Analyse mit hoher Empfindlichkeit mit Hilfe der Hochleistungsflüssigkeitschromatographie (HPLC) und UV-Absorptionsspektroskopie identifiziert und quantifiziert. Das Verfahren ist für Luftmessungen bei üblicher relativer Luftfeuchte und bei Luftgeschwindigkeiten bis hinab zu 0,02 m/s anwendbar. Mögliche Störungen - einschließlich der durch die Anwesenheit anderer Carbonylverbindungen bedingten - können durch chromatographische Verfahrensschritte entfernt werden. Das Messergebnis des Verfahrens gibt den über die Probenahmedauer gemittelten Durchschnittswert an. Das Messverfahren ist zur Bestimmung von Formaldehyd in Innenräumen in einem Konzentrationsbereich von 0,001 mg/m3 bis 1,0 mg/m3 bei Probenahmezeiten zwischen 24 h und 72 h einsetzbar. Für Probenahmezeiten von 24 h liegt die geeignete Konzentration bei 0,003 mg/m3 bis 1 mg/m3 und für 72 h bei 0,001 mg/m3 bis 0,33 mg/m3. Passivsammlern, die auf entsprechende Empfindlichkeit und Genauigkeit geprüft wurden, können für Kurzzeitprobenahmen von weniger als 24 h verwendet werden. Formaldehyd ist die einfachste Carbonylverbindung mit einem Kohlenstoff-, einem Sauerstoff- und zwei Wasserstoffatomen. In der monomolekularen Form ist er ein farbloses, stechend riechendes, reaktives Gas. Er wird in der Produktion von Harnstoff-Formaldehyd-Harzen, Klebern und Isolierschäumen eingesetzt. Emissionen aus Spanplatten und Wandisolierungen sind die Hauptquellen für Formaldehyd in der Innenraumluft. Das Dokument richtet sich an Vertreter der Aufsichtsbehörden, der Prüfstellen, der Berufsgenossenschaften, der Planungsbüros, der Möbelindustrie, Farbindustrie, Klebstoffindustrie und der Innenraumausstatter. Der internationale Norm-Entwurf wurde vom ISO/TC 146/SC 6 "Innenraumluft" in der Arbeitsgruppe 2 "Messung von Formaldehyd" erarbeitet. Das Sekretariat des SC 6 wird vom DIN gehalten; die Obmannschaft liegt bei Deutschland. Das zuständige deutsche Gremium für diesen Norm-Entwurf ist der NA 134-04-04-01-01 AK "Planung von Innenraummessungen".

Änderungsvermerk:

Gegenüber DIN ISO 16000-4:2004-12 wurden folgende Änderungen vorgenommen: a) Neben kleineren redaktionellen Änderungen wurde die Erweiterung des Anwendungsbereiches auf Probenahmezeiten von weniger als 24 h durch Änderung der Messempfindlichkeit sowie eine Spezifizierung des Designs im Anhang A neu aufgenommen.

Sprachen: Deutsch

 

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