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Norm-Entwurf

DIN ISO 23611-6:2011-06

Titel (deutsch): Bodenbeschaffenheit - Probenahme von Wirbellosen im Boden - Teil 6: Anleitung für die Aufstellung von Programmen für die Probenahme von Wirbellosen im Boden (ISO/DIS 23611-6:2011)

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Sprache: Deutsch
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Titel (englisch): Soil quality - Sampling of soil invertebrates - Part 6: Guidance for the design of sampling programmes with soil invertebrates (ISO/DIS 23611-6:2011)

Dokumentart: Norm-Entwurf

Ausgabedatum: 2011-06

Erscheinungsdatum: 2011-05-30

Einführungsbeitrag:

Dieser Teil von ISO 23611 gibt Anleitung für die Erstellung von Freilanduntersuchungen mit Wirbellosen im Boden (z. B. für die Überwachung der Beschaffenheit eines Bodens als Lebensraum für Organismen). Die Zusammensetzung von Lebensgemeinschaften Wirbelloser im Boden ist ebenso wie die Abundanz und Biomasse der einzelnen Arten und Gruppen eine wertvolle Informationsquelle, da sie verschiedene abiotische und biotische Effekte, wie z. B. Bodeneigenschaften und -verhältnisse, Klima, Konkurrenz oder biogeographische Einflüsse, miteinander verbindet. Aus diesem Grund wird die Abschätzung der Biodiversität von Lebensgemeinschaften Wirbelloser im Boden immer wichtiger für die Klassifizierung und Beurteilung der biologischen Bodenbeschaffenheit. Diese Arbeit ist jedoch nur möglich, wenn die Datenerfassung (d. h. die Probenahme der Bodenfauna) nach genormten Verfahren durchgeführt wird. Detaillierte Informationen zur Probenahme der meisten Bodenorganismen sind in anderen Teilen dieser Norm (ISO 23611-1 bis ISO 23611-5) enthalten. Es liegen aber (fast) gar keine Aussagen darüber vor, wie die Anwendung derartiger Verfahren zu planen ist oder wie die Ergebnisse auszuwerten sind. Trotz der Tatsache, dass die Probenahme für jede Freilanduntersuchung in Abhängigkeit vom jeweiligen Zweck anders sein kann, wird eine Anleitung für Monitoringuntersuchungen im gesetzlichen Rahmen benötigt. Dieser Teil enthält Informationen über die standortspezifische Gefährdungsabschätzung von kontaminierten Flächen, die Untersuchung möglicher Nebenwirkungen von anthropogenen Einflüssen (z. B. der Einsatz von Chemikalien oder der Bau von Straßen), die biologische Klassifizierung und Beurteilung von Böden zur Bestimmung der biologischen Beschaffenheit von Böden und über die biogeographische Langzeitbeobachtung im Zusammenhang mit Naturschutz oder Sanierung/Rekultivierung, einschließlich globaler Veränderungen (z. B. wie im Projekt zur ökologischen Langzeitforschung). Bei Untersuchungen, die sich auf Wirbellose im Boden konzentrieren, ist es nicht möglich, die gesamte Population zu beobachten. Deshalb erfolgt nur an einer begrenzten Anzahl von Stellen eine Probenahme. Der Hauptgrund für die Anwendung von statistisch fundierten Stichprobenplänen ist, dass eine derartige Probenahme wissenschaftliche Objektivität sicherstellt und Formen der systematischen Abweichung vermeidet, wie sie z. B. durch Ermessensprobenahme hervorgerufen werden. Das ist besonders von Nutzen, wenn das Ziel darin besteht Daten zu erhalten, die für das gesamte Gebiet repräsentativ sind. Gleichzeitig stellen statistisch basierte Stichprobenpläne genormte Probenahmeverfahren im Zeitablauf sicher, d. h., wenn das gleiche Gebiet in der Zukunft erneut zu beproben ist, werden die Ergebnisse vergleichbar sein. Für diesen Norm-Entwurf ist das Gremium NA 119-01-02-04 UA "Biologische Verfahren" im DIN zuständig.

Sprachen: Deutsch

 

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