DIN EN ISO 23210:2009-12
Titel (deutsch): Emissionen aus stationären Quellen - Ermittlung der Massenkonzentration von PM10/PM2,5 im Abgas - Messung bei niedrigen Konzentrationen mit Impaktoren (ISO 23210:2009); Deutsche Fassung EN ISO 23210:2009
Titel (englisch): Stationary source emissions - Determination of PM10/PM2,5 mass concentration in flue gas - Measurement at low concentrations by use of impactors (ISO 23210:2009); German version EN ISO 23210:2009
Dokumentart: Norm
Ausgabedatum: 2009-12
Kurzreferat: Diese Internationale Norm legt ein Standardreferenzmessverfahren zur Ermittlung der PM10- und PM2,5-Massenkonzentrationen an geführten stationären Quellen mit Hilfe eines zweistufigen Impaktors fest. Das Messverfahren ist insbesondere zur Messung von Massenkonzentrationen unterhalb von 40 mg/m3 auf der Basis von Halbstundenmittelwerten und im Normzustand (273 K, 1013 hPa, trockenes Gas) geeignet. Es hat sich bei der Messung in Abgasen unterschiedlicher Anlagen bewährt, beispielsweise bei Anlagen zur Herstellung von Zement und Stahl sowie bei Verbrennungsprozessen. Diese Internationale Norm ist nicht anwendbar bei mit Wasserdampf gesättigten Abgasen. Diese Internationale Norm ist nicht anwendbar, wenn die Mehrzahl der Partikel offensichtlich größer als PM10 ist, beispielsweise bei Rohgasmessungen oder Betriebsstörungen der Anlage. Diese Internationale Norm kann nicht zur Ermittlung der Gesamtstaubmassenkonzentration herangezogen werden. Messungen bei Staubkonzentrationen oberhalb von 40 mg/m3 als Halbstundenmittelwert im Normzustand (273 K, 1013 hPa, trockenes Gas) können zu einer Überladung der Sammelplatten und des Endfilters und auch zu kürzeren Sammelzeiten führen. Diese Internationale Norm kann nicht zur Ermittlung der Gesamtstaubmassenkonzentration herangezogen werden. Diese Internationale Norm beschreibt die Gestaltung, Verwendung und Theorie von Runddüsenimpaktoren. Die Verwendung anderer Impaktortypen wird nicht ausgeschlossen, soweit die Einhaltung der in dieser Internationalen Norm festgelegten Mindestanforderungen durch diese Systeme im Rahmen einer Validierung des Impaktors, die durch ein unabhängiges Prüflaboratorium durchgeführt wird, nachgewiesen wird.
Einführungsbeitrag:
Die Norm DIN EN ISO 23210 legt ein Referenzmessverfahren zur Ermittlung der PM10- und PM2,5-Feinstaubkonzentrationen an geführten stationären Quellen fest. Das Messverfahren beruht auf dem Prinzip der Impaktion und ist insbesondere zur Messung von Partikelmassenkonzentrationen unterhalb von 40 mg/m3 auf der Basis von Halbstundenmittelwerten und im Normzustand (273 K, 1 013 hPa, trockenes Gas) geeignet. Es bildet die in der Immissionsmesstechnik festgelegten Abscheidekurven für PM10 und PM2,5 auch bei Emissionsmessungen ab und kann daher eingesetzt werden, um mögliche Beiträge aus industriellen Anlagen zum Feinstaub in der Außenluft zu ermitteln. Die in der DIN EN ISO 23210 festgelegten Anforderungen entsprechen den Anforderungen der Richtlinie VDI 2066 Blatt 10. Der in der Richtlinie VDI 2066 Blatt 10 detailliert beschriebene Impaktor stellt ein validiertes Ausführungsbeispiel im Sinne der DIN EN ISO 23210 dar.
Für die Norm ist national der Unterausschuss NA 134-04-01-09 UA "Staubmessung in strömenden Gasen" zuständig.
Sprachen: Deutsch
Dokument: zitiert
Dokument: wird zitiert


