Das Technische Merkblatt "Anforderungen an Lehmputze" des Dachverbandes Lehm e.V.
Beitrag aus Europäischer Sanierungskalender 2009
von G. Minke, H. Schroeder, C. Ziegert
Herausgeber: H. Venzmer
Ausgabedatum 2009
1. Auflage, 8 Seiten, A4
Lehmputze finden aufgrund ihres hohen Luftfeuchtesorptionsvermögens aber auch aufgrund ihrer optischen Qualität immer breitere Anwendung. Sie wurden in der Vergangenheit von erfahrenen Handwerkern auf der Baustelle aus Baulehm und Zuschlägen hergestellt. Heute werden Lehmputze überwiegend in Form von industriell hergestellten Werkmörteln von mehr oder weniger erfahrenen Handwerkern verarbeitet. Damit steigt der Bedarf nach Maßnahmen zur Qualitätssicherung der Produkte sowie der ausgeführten Bauleistung. Vom Dachverband Lehm e. V. (DVL) wurde deshalb das Technische Merkblatt "Anforderungen an Lehmputze" erarbeitet, welches in Ergänzung zu den Festlegungen der bauaufsichtlich eingeführten Lehmbau-Regeln in Abhängigkeit vom Anwendungsfall Grenz- und Sollwerte für Druck-, Abrieb- und Haftfestigkeit von Lehmputzen definiert. Damit wurde das Spektrum der zu deklarierenden Eigenschaften für Lehmbaustoffe aus der industriellen Produktion erweitert. Baustellenmischungen sind weiterhin von der Baustoffprüfung freigestellt. Ziel des Technischen Merkblattes ist, die Anforderungen an Lehmputze zu präzisieren. Damit sollen die teilweise bei Herstellern, Anwendern, Bauherren und Gutachtern bestehenden unterschiedlichen Auffassungen über wichtige Eigenschaften von Lehmputzen angeglichen und Unsicherheiten abgebaut werden.
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Bestell-Nr. 17162


