Der wettbewerbliche Dialog - ein neues Verfahren zwischen Anspruch und Wirklichkeit
von Stephan RA Rechten
Ausgabedatum 2007-03
1. Auflage, 4 Seiten, A4
Der wettbewerbliche Dialog wurde durch das Gesetz zur Beschleunigung der Umsetzung von Öffentlich-Privaten Partnerschaften und zur Verbesserung gesetzlicher Rahmenbedingungen für Öffentlich-Private Partnerschaften (ÖPP-Beschleunigungsgesetz) vom 1. September 2005 als § 101 Abs. 5 GWB, § 6a VgV in das deutsche Vergaberecht eingeführt. Seitdem wurden erst wenige Ausschreibungen mittels dieses neuen Verfahrens begonnen bzw. durchgeführt. Gleichzeitig gibt es allerdings kaum ein Verfahren, über das bereits im Vorfeld wie auch während der ersten Wochen und Monate nach Inkrafttreten so umfassend und kontrovers diskutiert und geschrieben wurde. Daraus lässt sich ableiten, dass der wettbewerbliche Dialog, der die bisherigen Vergabearten (Offenes Verfahren, Nichtoffenes Verfahren und Verhandlungsverfahren) ergänzt, durchaus als interessante Alternative zu diesen angesehen wird, zugleich aber gerade in der praktischen Anwendung große Unsicherheiten bestehen und sich eine Vielzahl von Problemstellungen erst jetzt ergeben. Der Beitrag soll den Ablauf eines wettbewerblichen Dialogs in knappen Zügen vorstellen und dabei die vorgenannten Problembereiche lokalisieren.
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