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Die Gewölbe des Meißner Doms - Überlegungen zur Bauplanung, ihre Schäden und die baustatische Konsolidierung

Beitrag aus Europäischer Sanierungskalender 2010

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Original: Deutsch
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von G. Donath

Herausgeber: H. Venzmer

Ausgabedatum 2010
1. Auflage, 20 Seiten, A4

Die Kathedrale St. Johannes Ev. und Donatus Episc. auf dem Burgberg in Meißen bildete seit der Bistumsgründung 968 bis zur Reformation 1539 das kirchliche und politische Zentrum der Markgrafschaft und des später "Sachsen" genannten Landes. Der Bau von Chor und Querhaus des dritten Kathedralbaus - zwischen 1250 und 1270 entstanden - verkörpert die modernsten Bauformen seiner Zeit und folgt den konstruktiven Prinzipien vor allem in den filigranen Wandkonstruktionen und des komplizierten Gründungsbauwerkes der etwa 20 Jahre zuvor errichteten Chorscheitelkapelle der Kathedrale in Amiens. Die innere Dekoration mit bildhauerischem Schmuck und einem Skulpturenprogramm kann die Inspirationsquellen der Naumburger Werkstatt nicht verleugnen. Das Langhaus und die unteren Turmgeschosse der Westturmanlage des gotischen Meißner Kathedralbaus wurden um 1400 beendet. Um 1470 wurde das dritte Turmgeschoss aufgesetzt. Für das steinsichtige Quadermauerwerk wurden sorgfältige behauene Steinblöcke verschiedendster Varietäten des quarzitisch gebundenen Sandsteins aus dem Elbsandsteingebirge verwendet. Äußere Einflüsse wie die durch extreme Umwelteinflüsse verstärkte Steinverwitterung, Brände, aber auch die Vernachlässigung des Baus durch mangelnde Baupflege in den letzten zwei Diktaturen ließen das Schadenspotenzial immer mehr anwachsen. Besonders gefährdet waren dabei die Gewölbekonstruktionen. Nach der deutschen Wiedervereinigung setzte ein über 15 Jahre andauerndes Restaurierungsprogramm ein, in dem nicht nur die gefährdeten Baukonstruktionen saniert, sondern auch ihre Geschichte erforscht werden. Ein ähnliches Programm konnte der Verfasser auch an der benachbarten "Albrechtsburg" durchführen. Bei der Sanierung wurden modernste, auf wissenschaftlicher Grundlage ausgewählte Verfahren eingesetzt, deren Kriterien ihre Reversibilität und die Minimierung aller Eingriffe in die Originalsubstanz waren.

Information:
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Bestell-Nr. 17521

 

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