Fachwerkdämmung in der Langzeitprüfung - Das Fachwerkhaus Lange Gasse 7 in Quedlinburg
Beitrag aus Europäischer Sanierungskalender 2010
von W. Eckermann, B. Stöckicht
Herausgeber: H. Venzmer
Ausgabedatum 2010
1. Auflage, 14 Seiten, A4
Das "Ökologische Pilotprojekt mit wissenschaftlicher Begleitung" des Deutschen Fachwerkzentrums Quedlinburg e. V. war von Beginn als Fortführung der Aktivitäten der Fachwerkforschung der letzten Jahrzehnte geplant [1]. Die mittlerweile von einem breiten fachlichen Konsens getragenen Erkenntnisse zum bauphysikalischen Verhalten von Fachwerkgebäuden sollten an einem "normalen Bauvorhaben" auf die Anforderungen in der praktischen Umsetzung und die Bewährung unter den Nutzungsbe-dingungen von Mietwohnungen geprüft werden. Das Fachwerkhaus in der Langen Gasse 7, dessen grundhafte Sanierung bevorstand, eignete sich dazu in hervorragender Weise. Die Untersuchungen zeigen teils erwartete, teils überraschende Ergebnisse. Erwartungsgemäß unterscheiden sich die eingesetzten Systeme zur Innendämmung in ihren bauphysikalischen und heizenergetischen Auswirkungen. Deutliche Unterschiede zeigen sich etwa im Trocknungsverhalten. Überraschend ist die messtechnisch begründete Erfahrung, dass die eingesetzten Dämmschalen aus den mineralischen Baustoffen Holzleichtlehm und Wärmedämmlehm gegenüber den in der Sanierung üblicherweise eingesetzten Dämmplatten durchaus Vorteile in der praktischen Bewährung besitzen. Dazu gehören sowohl die gegenüber den Vorab-Berechnungen geringeren U-Effektiv-Werte als auch die bessere Luftdichtheit in der Dämmschale und das reduzierte Risiko von Feuchtekonvektion in den Anschlussbereichen.
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Bestell-Nr. 17521


