PAM-Fluorometrie an biozid eingestellten Bauwerksoberflächen
Beitrag aus Europäischer Sanierungskalender 2009
von L. Koss, N. Lesnych, H. Venzmer, J. von Werder
Herausgeber: H. Venzmer
Ausgabedatum 2009
1. Auflage, 8 Seiten, A4
Algenbesiedlungen sind auf allen Fassadensystemen zu finden, die außenseitig Wärmedämmungen beinhalten. Die immer wieder verbreitete Auffassung, dass Verbundsysteme häufiger als andere Systeme betroffen sind, ist unrichtig. Die Algenbesiedlung von Oberflächen setzt in der Regel erst nach zwei bis drei Jahren mehr oder weniger intensiv ein. Die Auffassungen darüber divergieren, weil mit sehr unterschiedlichen Mess- und Beobachtungsverfahren vorgegangen wird. Die Skala der Instrumente reicht vom bloßen Auge ohne Hilfsmittel, über 10-er Lupen und die Lichtmikroskopie bis zur PAM-, Chlorophyll- und DNA-Diagnostik. Mit deren Hilfe besteht die Möglichkeit, im Rahmen von Schnelltests schon sehr frühzeitig Aussagen zur Besiedlungsanfälligkeit von neu entwickelten Produkten zu bekommen. Weil die neuen Produkte des Markts in ihrer ganzen Breite noch keine durchschlagenden Erfolge erzielen konnten, werden den Fassadenprodukten immer wieder biozide Zusätze mit dem Ziel beigefügt, jegliches Wachstum bzw. jegliches Leben zu eliminieren. Weil diese Zusätze wasserlöslich sind, werden sie durch Niederschläge ausgewaschen, sie belasten die Umwelt und hier insbesondere Grund- und Oberflächengewässer und damit indirekt auch den Menschen. Trotz Biozideinsatz wird nur eine temporäre Hemmung, keineswegs aber eine lang anhaltende dauerhafte Besiedlungsvermeidung erzielt.
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Bestell-Nr. 17162


