Radonbelastung in Gebäuden
Beitrag aus Europäischer Sanierungskalender 2010
von W.-R. Uhlig
Herausgeber: H. Venzmer
Ausgabedatum 2010
1. Auflage, 20 Seiten, A4
Dringt radonhaltige Bodenluft ins Gebäudeinnere über die erdberührte Gebäudehülle ein, kann dies zu einer Radonexposition in der Raumluft führen, die das Gesundheitsrisiko für die Nutzer erhöht. Für die Transportmechanismen der Bodenluft ins Gebäude sind in erster Linie konvektive Strömungen durch Undichtheiten der Gebäudehülle verantwortlich, die überall dort entstehen, wo im Erdreich ein höherer Luftdruck gegenüber dem Rauminneren vorhanden ist.Radonsicheres Bauen bedeutet deshalb in erster Linie die Realisierung einer dichten Gebäudehülle im erdberührten Bereich. Geringe Luftwechselraten der Raumluft erhöhen zudem die Radonexposition in den Räumen und sind deshalb in Abwägung mit den Zielen des energetischen Bauens nach unten hin zu begrenzen.Im Gebäudebestand ist eine dichte Gebäudehülle häufig nicht oder nur mit erheblichem Aufwand zu realisieren. In diesen Fällen wird angestrebt, den Luftvolumenstrom vom Erdreich in das Gebäude durch Veränderung der Druckverhältnisse zwischen innen und außen umzukehren und so das Nachströmen radonhaltiger Bodenluft zu verhindern bzw. zu reduzieren.
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Bestell-Nr. 17521


