Schäden an Holzfensterverbindungen
Beitrag aus Europäischer Sanierungskalender 2010
von U. Arnold, H.-J. Wenk
Herausgeber: H. Venzmer
Ausgabedatum 2010
1. Auflage, 24 Seiten, A4
Schäden an Holzverbindungen maßhaltiger Bauteile können nur dann langfristig reduziert bzw. vermieden werden, wenn die Erfahrungen zu geeigneten dauerhaften Holzarten, Holzqualitäten (Reduzierung von Splintholzanteilen), Verarbeitung, baulichem Schutz, chemischem Holzschutz und Montage konsequent umgesetzt werden. Da die Alterung von Holzfensterkonstruktionen und deren Beschichtung durch klimatische Einflüsse unvermeidbar ist und sich nur im begrenzten Maß hinauszögern lässt, können Schäden nur dann vermieden werden, wenn ein Umdenken bereits bei der Planung und Produktion stattfindet. Aufgrund der Quell- und Schwindvorgänge des Holzes lassen sich Fugen an den Verbindungsstellen kaum vermeiden. Nachhaltige Schutzmaßnahmen müssen daher vorgenommen werden. Diese beinhalten, falls aufgrund der gewählten Holzart erforderlich, sowohl die allseitige Ausrüstung der Einzelprofile mit vorbeugend wirksamen Holzschutzmitteln gegen Fäulnis- und Bläuepilze vor dem Zusammenfügen der Rahmenkonstruktion als auch die Ausrüstung mit dem erforderlichen V-Fugen- und Hirnholzschutz. Der Einsatz modifizierter Hölzer, wie Acetylierung oder Hitzebehandlung, erscheint vielversprechend. Ihre Langzeitbewährung muss in Zukunft unter Beweis gestellt werden. Spezielle zweikomponentige elastische Kunstharze stellen bei geöffneten Brüstungsfugen eine zumindest bei fachgerechter Anwendung für viele Jahre dauerhafte Reparaturmöglichkeit dar.
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Bestell-Nr. 17521


