Wir malen eine Ruine!
Beitrag aus Europäischer Sanierungskalender 2010
von A.. Böcker, K. Götz
Herausgeber: H. Venzmer
Ausgabedatum 2010
1. Auflage, 8 Seiten, A4
Bei dem Kohleturm handelt es sich um eine aufgeständerte Stahlkonstruktion von 19 m Höhe und ca. 10 m Durchmesser auf zusammengesetzten Stahlstützen mit Stoßringen um das Silo. Weil er aus Stahl ist, wird er Stahlkohleturm genannt. Die Kubatur beträgt 1187 m3. Der Kohleturm diente zur Vorhaltung von Feinkohle. Ab 1942 wurde er stillgelegt und nur noch als Unterbau für die Umlenkstation eines Förderbandes genutzt. Der Kohleturm mit Baujahr 1897 hat einen sehr hohen Denkmalwert als eines der ältesten Anlagenteile der Kokerei. Prägnant sind seine Bauart und seine ehemalige Stellung im Produktionsprozess. Der Feinkohleturm war in einem sehr schlechten Allgemeinzustand. Die Sicherung des Bauwerkes wurde 2008 dringend erforderlich. Sanierungsziel war die Erhaltung der korrodierten Erscheinung des Stahlkohleturms durch Korrosionsschutz nach DIN EN ISO 12944 und die Konservierung der Ruine durch eine restauratorische Retusche. Ein sogenanntes "Fenster in die Vergangenheit" dient als Primärdokumentation. Die Sicherung der Standfestigkeit wurde durch ein innen liegendes Stützgerüst erreicht.
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Bestell-Nr. 17521


