Witterungsstabile Fassaden sind resistenter gegen Algenbesiedlungen
Beitrag aus Europäischer Sanierungskalender 2010
von L. Koss, N. Lesnych, H. Venzmer
Herausgeber: H. Venzmer
Ausgabedatum 2010
1. Auflage, 14 Seiten, A4
Die Entwicklung neuer Beschichtungsprodukte, die durch ihre spezifische chemische Zusammensetzung sowie ihre physikalischen Eigenschaften in der Lage sind, dem biologischen Infektionsdruck zu widerstehen, ist ein wichtiges Ziel von Industrie und Wissenschaft. Sollen die neuen Produkte auf ihre Effizienz geprüft werden, ist dies ein langer und kostspieliger Prozess, der einige Jahre in Anspruch nehmen kann. Um repräsentative Ergebnisse zu erhalten, werden Bewitterungsstände an verschiedenen Orten mit geeigneten Klimabedingungen benötigt. Nach unseren Untersuchungen ergeben sich direkte Zusammenhänge zwischen der mittleren Fluoreszenzquantenausbeute (als Maß für die Besiedlungsintensität) und der Benetzungswinkel-Stabilität. Diese neue Eigenschaft der Oberfläche bekommt man nach dem Vergleich des Verhaltens von Wassertropfen vor und nach der Bewitterung der untersuchten Beschichtungen. Kommt es im Laufe der Bewitterung zu deutlichen Änderungen der Oberflächenstruktur, so ändert sich entsprechend die Benetzungswinkel-Stabilität. Eine reduzierte Benetzungswinkel-Stabilität wiederum korreliert mit einer niederen Besiedlungsneigung. Eine Besiedlungsresistenz gegenüber Algenbesiedlungen kann nur durch witterungsstabile Baustoffoberflächen erreicht werden.
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Bestell-Nr. 17521


