Basiswissen zur Bauleitung
Zum Thema
Jedes Bauvorhaben erfordert die Einhaltung zahlreicher Formvorschriften und rechtlicher Bestimmungen. Nicht nur in der Bauleitung unerfahrene Ingenieure und Architekten können da bei unzureichender Praxis schnell die Orientierung verlieren. Um dies zu verhindern, ist eine sorgfältige Planung und Vorbereitung wichtig. Außerdem kommt es darauf an, im richtigen Moment die richtige Entscheidung treffen zu können. Die Entwicklung und Anwendung dieser Qualitäten stehen im Mittelpunkt des Seminars.
Das Seminar richtet sich an: Entscheidungsträger im Bereich des Bauunternehmens (auch Handwerk, Bauträger), insbesondere an Bauleiter und Architekten.
Veranstaltungsziel:
Vermittlung von Informationen über:
- allgemeine juristische Grundlagen und Fallstricke, die es als Bauleiter zu beachten gilt (Rechte, Pflichten, Verantwortlichkeiten)
- spezielle Rechtsfragen und diverse Dokumentationsanforderungen innerhalb der einzelnen Projektphasen (Baustelleneinrichtung, Ausnahmegenehmigungen, Terminkontrolle etc.)
- strategische Handlungsoptionen für ein erfolgreiches Abnahme- und Mängelmanagement (Mängelanzeigen, Nachfristen, Ersatzvornahme, Selbstvornahme, förmliche Abnahme etc.).
Den Seminarteilnehmern wird durch das systematische Beantworten grundlegender Fragen praxisnahes und sofort einsetzbares Wissen an die Hand gegeben.
Seminarbeginn: 09:00 Uhr
Teil 1: Vertragsrecht
- Welche Vollmacht hat der Bauleiter?
- Ist der verantwortliche Bauleiter i.S.d. LBO eine lohnende Aufgabe?
- In welcher Beziehung steht der Bauleiter zum Architekten?
Teil 2: Bauablauf
- Beratungs- und Hinweispflichten des Bauleiters vor Baubeginn
- Welche offiziellen Stellen müssen vor Baubeginn vom Bauleiter kontaktiert werden?
- Plan- und Dokumentenmanagement wie funktioniert das richtig?
Teil 3: Bauablauf
- Wer bestimmt die Intensität der Bauleitung - wie oft muss der Bauleiter auf der Baustelle sein?
- Bautagebuch und andere Dokumentationspflichten - wie wird rechtssicher und zielgerichtet dokumentiert?
- Baurundgänge, Zustandfeststellungen, Baubesprechungen, Jour fixe, Terminpläne etc. - wie kann man am effektivsten leiten, steuern und koordinieren?
- Der Handwerker schützt seine Leistungen nicht - was folgt daraus? Wie sind Handwerkerleistungen versichert?
- Terminplanung und -kontrolle vor und während der Bauausführung
Teil 4: Abrechnung, Abnahme und Verjährung
- Geänderte und zusätzliche Leistungen beim Bauvertrag
- Was ist die Urkalkulation?
- Wie weit reicht das Anordnungsrecht des AG?
- Wer hat die Leistungsänderungen zu beschreiben?
- Wie funktioniert eine Mangelanzeige vor und nach der Abnahme?
- Handelt es sich vor der rechtsgeschäftlichen Abnahme überhaupt um einen Mangel oder ist es vielmehr eine bisher nicht erbrachte Leistung?
- Welche Beträge darf der Auftraggeber für die Mangelbeseitigung von der Rechnung einbehalten?
- Welche Abnahmeart ist die Beste für alle am Bau beteiligten?
- Abnahme ohne den Auftraggeber - hat der Architekt eine ausreichende Vollmacht zur Abnahme? Kann der Auftraggeber auch ohne den Handwerker abnehmen?
- Wann sind Rechnungen nicht prüfbar?
- Welche Zahlungsziele kennen BGB und VOB?
Seminarende: 17:00 Uhr
Referent(en):
Dipl.-Ing.
Jürgen Steineke
Diete + Siepmann
Ingenieurgesellschaft mbH
Berlin
Leistungen:
inkl. Arbeitsunterlage, Teilnahmebescheinigung, Mittagessen/Imbiss und Getränke
Informationen über firmeninterne Veranstaltungen zu Sonderkonditionen bitte gesondert erfragen bei:
DIN-Akademie im Beuth Verlag
Am DIN-Platz
Burggrafenstr. 6, 10787 Berlin
E-Mail: dinakademie@beuth.de
Auskünfte: Telefon: 030 2601-2518

