DIN CEN/TS 14038-2; DIN SPEC 91162:2011-04:2011-04
Titel (deutsch): Elektrochemische Realkalisierung und Chloridextraktionsbehandlungen für Stahlbeton - Teil 2: Chloridextraktion; Deutsche Fassung CEN/TS 14038-2:2011
Titel (englisch): Electrochemical re-alkalization and chloride extraction treatments for reinforced concrete - Part 2: Chloride extraction; German version CEN/TS 14038-2:2011
Dokumentart: Vornorm
Ausgabedatum: 2011-04
Einführungsbeitrag:
Ziel des elektrochemischen Chloridentzugs ist es, chloridinduzierte Korrosionsaktivität an Stahlbetonbauteilen zu beseitigen und den Korrosionsschutz des Betons für die Bewehrung langfristig wiederherzustellen. Die Anwendungsdauer erstreckt sich über mehrere Wochen bis hin zu einigen Monaten, und ist abhängig vom Chloridgehalt, der Betonpermeabilität, der Bewehrungsführung im Beton und anderen Faktoren. Die Entscheidung, wann die Chloridextraktion abgeschlossen wird, sollte entsprechend den speziellen Anforderungen nach dieser Technischen Spezifikation erfolgen. Es gibt weitere elektrochemische Verfahren, die für den Korrosionsschutz von Stahl in Beton eingesetzt werden können. Diese beinhalten den kathodischen Korrosionsschutz und die elektrochemische Realkalisierung. Es existiert eine Europäische Norm für den kathodischen Korrosionsschutz von Stahl in Beton (EN 12696) und eine europäische Technische Spezifikation für die elektrochemische Realkalisierung (CEN/TS 14038-1). Bei der Erarbeitung dieser Technischen Spezifikation wurde davon ausgegangen, dass Planung, Ausführung und Überwachung von Maßnahmen zum elektrochemischen Chloridentzug von dafür qualifizierten und kompetenten Fachkräften durchgeführt werden, für welche diese Spezifikation erarbeitet wurde. Diese Technische Spezifikation legt ein Verfahren zur elektrochemischen Chloridextraktion aus chloridbelasteten Stahlbetonbauwerken fest. Sie ist anwendbar an atmosphärisch exponierten Bauteilen dieser Bauwerke, welche normal bewehrt oder als Spannbeton mit nachträglichem Verbund ausgeführt sind. Im letztgenannten Fall ist es erforderlich zu prüfen, dass keine Gefahr von Wasserstoffversprödung besteht; falls notwendig kann dies durch die Durchführung von Probeläufen und die Installation von Monitoren während der Behandlung erreicht werden. Diese Technische Spezifikation ist nicht anwendbar für Spannbetonbauteile mit sofortigem Verbund, bei denen während der elektrochemischen Chloridextraktion wasserstoffinduzierter Sprödbruch auftreten kann, und für Stahlbetonbauteile, deren Bewehrung mit einem Korrosionsschutz auf Epoxydharzbasis oder galvanisch beschichtet ist. Dieses Dokument (CEN/TS 14038-2:2011) wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 219 "Kathodischer Korrosionsschutz" erarbeitet, dessen Sekretariat vom BSI (Vereinigtes Königreich) gehalten wird. Das zuständige nationale Gremium ist der NA 062-01-71 AA, "Korrosion und Korrosionsschutz" im Normenausschuss Materialprüfung (NMP).
Sprachen: Deutsch
Dokument: zitiert


