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Norm-Entwurf [ZURÜCKGEZOGEN] 2012-09

DIN EN 15534-1:2012-09 - Entwurf

Verbundwerkstoffe aus Cellulose haltigen Materialien und Thermoplasten (üblicherweise Holz-Polymer-Werkstoffe (WPC) oder natürliche Faserverbundwerkstoffe (NFC) genannt) - Teil 1: Prüfverfahren zur Beschreibung von Formmassen und Erzeugnissen; Deutsche Fassung prEN 15534-1:2012

Englischer Titel
Composites made from cellulose-based materials and thermoplastics (usually called wood-polymer composites (WPC) or natural fibre composites (NFC)) - Part 1: Test methods for characterisation of compounds and products; German version prEN 15534-1:2012
Erscheinungsdatum
2012-08-27
Ausgabedatum
2012-09
Barrierefreiheit
Originalsprachen
Deutsch

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Einführungsbeitrag

Der Name "Holz-Polymer-Werkstoffe", WPC, wird üblicherweise zur Bezeichnung von Werkstoffen oder Erzeugnissen verwendet, die aus einem oder mehreren Naturfasern oder Naturfasermehlen und einem Polymer oder einem Gemisch von Polymeren hergestellt werden. Naturfasern und Naturfasermehle stammen aus verschiedenen pflanzlichen Quellen (zum Beispiel Holz, Hanf, Sisal, Kokosnuss, Baumwolle, Kenaf, Jute, Manilahanf, Banane, Blattfasern, Bambus, Reis, Weizenstroh oder anderen Faserstoffen). Es können alle Arten von Polymeren (neue und wiederverwertete Polymerwerkstoffe) verwendet werden. Gegenwärtig werden am häufigsten Polyvinylchlorid (PVC), Polypropylen (PP) und Polyethylen (PE) verwendet. WPC-Werkstoffe können durch unterschiedliche Verarbeitungsverfahren hergestellt werden, zum Beispiel Fließpressen (Extrusion) von Profilen, Kalandrieren von Folien und Platten oder durch Spritzgieß- oder Formpressverfahren. Die jeweiligen Anteile von Naturfasern und Polymeren sind abhängig vom Anwendungsfall und den Verarbeitungsverfahren. WPC-Werkstoffe können weder als gefüllte Kunststoffe noch als eine spezielle Art von Holz betrachtet werden. Sie sollten als eigenständiger Werkstoff mit spezifischen Eigenschaften betrachtet werden. WPC-Erzeugnisse finden derzeit hauptsächlich Anwendung bei Bodenbelägen, Wandbekleidungen, Innenverkleidungen, Zäunen sowie Möbeln. In diesem europäischen Norm-Entwurf sind Prüfverfahren zur Bestimmung der Eigenschaften von Verbundwerkstoffen aus cellulosehaltigen Materialien und Thermoplasten, üblicherweise Holz-Polymer-Werkstoffe (WPC) oder Naturfaserverbundwerkstoffe (NFC) genannt, festgelegt. Der Norm-Entwurf gilt für geschäumte oder nicht geschäumte Verbundwerkstoffe und Erzeugnisse, die aus cellulosehaltigen Materialien und Thermoplasten durch plastische Verarbeitungsverfahren hergestellt wurden oder hierfür dafür vorgesehen sind. Es besteht keine Beschränkung für den Anteil an cellulosehaltigen Materialien. Gegenüber DIN CEN/TS 15534-1:2007-08 wurde der Titel geändert und neben Holz wurden auch andere cellulosehaltige Materialien berücksichtigt. Es wurden weitere Begriffe aufgenommen und die Angaben zur Klimatisierung erweitert. Zur Bestimmung der Rutschhemmung wurden drei unterschiedliche Verfahren festgelegt. Biegeeigenschaften für tragende Anwendungen werden nicht mehr berücksichtigt, hierfür soll später der Teil 2 der Normenreihe gelten. Die Angaben zur Bestimmung des Brandverhaltens wurden erweitert und ein Anhang zur Bestimmung der Biegeeigenschaften für nicht tragende Verwendungen ergänzt. Für diesen Norm-Entwurf ist das Gremium NA 042-02-15-01 AK "Spiegelausschuss zu CEN/TC 249/WG 13 Holz-Polymer-Werkstoffe (WPC)" im DIN zuständig.

Inhaltsverzeichnis
Änderungsvermerk

Dokument wurde ersetzt durch: DIN EN 15534-1:2014-04 .

Folgende Änderungen wurden vorgenommen:

Gegenüber DIN CEN/TS 15534-1:2007-08 wurden folgende Änderungen vorgenommen: a) Titel geändert; b) neben Holz auch andere Cellulose haltige Materialien berücksichtigt; c) weitere Begriffe in Abschnitt 3 aufgenommen; d) Angaben zur Klimatisierung in Abschnitt 5 erweitert; e) in 6.1 Angaben zur Prüfung des Aussehens aufgenommen; f) in 6.4 drei unterschiedliche Verfahren zur Bestimmung der Rutschhemmung festgelegt; g) Biegeeigenschaften für tragende Anwendungen in 7.3 nicht mehr berücksichtigt; h) Angaben zur Bestimmung des Brandverhaltens in 9.6 erweitert; i) Inhalt der bisherigen Anhänge in den Hauptteil der Norm einbezogen; j) Anhang A zur Bestimmung der Biegeeigenschaften ergänzt.

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