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Norm-Entwurf 2015-04

DIN EN 61010-1/A1:2015-04;VDE 0411-1/A1:2015-04 - Entwurf

VDE 0411-1/A1:2015-04

Sicherheitsbestimmungen für elektrische Mess-, Steuer-, Regel- und Laborgeräte - Teil 1: Allgemeine Anforderungen (IEC 66/540/CD:2014)

Englischer Titel
Safety requirements for electrical equipment for measurement, control, and laboratory use - Part 1: General requirements (IEC 66/540/CD:2014)
Erscheinungsdatum
2015-03-06
Ausgabedatum
2015-04
Information
  • Beabsichtigte Zurückziehung mit Ersatz zum 2020-03 durch: DIN EN 61010-1, Ausgabe:2020-03

Originalsprachen
Deutsch, Englisch

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Erscheinungsdatum
2015-03-06
Ausgabedatum
2015-04
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  • Beabsichtigte Zurückziehung mit Ersatz zum 2020-03 durch: DIN EN 61010-1, Ausgabe:2020-03

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Einführungsbeitrag

Der hier vorliegende Teil 1 der internationalen Normenreihe IEC 61010 legt die Sicherheitsanforderungen fest, die allgemein für alle Geräte, die zum Anwendungsbereich dieser Norm gehören, anwendbar sind. Für bestimmte Arten von Geräten werden diese Anforderungen ergänzt oder abgeändert durch die spezifischen Anforderungen eines oder mehrerer spezieller Teile 2 der Normenreihe. Diese Teile müssen immer in Verbindung mit den Anforderungen von Teil 1 der Normenreihe gelesen und angewendet werden. Der Norm-Entwurf legt die allgemeinen Sicherheitsanforderungen für folgende Arten elektrischer Geräte und deren Zubehör fest, gleichgültig, wo die Benutzung der Geräte beabsichtigt ist: a) Elektrische Prüf- und Messgeräte Dies sind Geräte, die mit elektromagnetischen Mitteln eine oder mehrere elektrische oder physikalische Größen prüfen, messen, anzeigen oder aufzeichnen, sowie nicht messende Geräte wie Signalgeneratoren, Maßverkörperungen, Netzteile für den Laborgebrauch, Signalwandler, Umformer und so weiter. Dieser Norm-Entwurf gilt auch für Prüfgeräte, die in Fertigungsprozesse integriert und für die Prüfung gefertigter Einrichtungen vorgesehen sind. b) Elektrische Steuer- und Regelgeräte für die industrielle Prozessleittechnik Dies sind Geräte, die eine oder mehrere Ausgangsgrößen auf bestimmte Werte einstellen, wobei jeder Wert der Größe durch manuelle Einstellung, durch Nah- oder Fernprogrammierung oder durch eine oder mehr Eingangsgrößen vorgegeben ist. c) Elektrische Laborgeräte Dies sind Geräte zum Messen, Anzeigen, Kontrollieren oder Untersuchen von Stoffen oder zum Vorbereiten von Stoffen, einschließlich Geräte für die In-vitro-Diagnostik (IVD). Derartige Geräte dürfen auch außerhalb von Laboratorien benutzt werden. Beispiele sind zur Selbstprüfung im Wohnbereich angewendete IVD-Geräte und Geräte zur Kontrolle von Personen oder Material während des Transports. Für Rechner, Prozessoren und so weiter gilt dieser Norm-Entwurf nur, soweit sie Teil eines Geräts im Anwendungsbereich dieses Norm-Entwurfs sind oder ausschließlich für den Gebrauch in Verbindung mit einem solchen Gerät entworfen sind. Der Zweck der Anforderungen dieses Norm-Entwurfs ist es, sicherzustellen, dass GEFÄHRDUNGEN des BENUTZERS und des Umgebungsbereichs auf ein vertretbares Maß reduziert sind. Anforderungen für den Schutz gegen besondere Arten von GEFÄHRDUNGEN sind in den Abschnitten 6 bis 13 beschrieben. Sie betreffen a) elektrischen Schlag oder Verbrennungen, b) mechanische GEFÄHRDUNGEN, c) Ausbreitung von Feuer aus dem Gerät, d) übermäßige Temperatur, e) Wirkung von Flüssigkeiten und Flüssigkeitsdruck, f) Wirkung von Strahlung, einschließlich Laserstrahlungsquellen, sowie Schall- und Ultraschalldruck, g) freiwerdende Gase, Explosion und Implosion. Anforderungen zum Schutz vor GEFÄHRDUNGEN bei VERNÜNFTIGERWEISE VORHERSEHBARER FEHLANWENDUNG sowie ergonomische Faktoren sind im Abschnitt 16 festgelegt. Eine Risikobeurteilung von GEFÄHRDUNGEN oder Umgebungen, die vorstehend nicht vollständig erfasst sind, wird im Abschnitt 17 gefordert. Dieser Norm-Entwurf berücksichtigt nicht a) die zuverlässige Funktion, das Betriebsverhalten oder sonstige Eigenschaften der Geräte, die nicht mit Fragen der Sicherheit in Verbindung stehen, b) die Zweckmäßigkeit der Transportverpackung, c) Anforderungen an die elektromagnetische Verträglichkeit, d) Schutzmaßnahmen bei explosionsfähigen Atmosphären. Dieser Norm-Entwurf legt auch die Methoden für den Nachweis fest, dass das Gerät die Anforderungen dieses Norm-Entwurfs erfüllt. Diese sind Besichtigen, TYPPRÜFUNGEN, STÜCKPRÜFUNGEN und die Risikobeurteilung. Diese Norm gilt für Geräte, die so entworfen sind, dass sie zumindest unter den folgenden Bedingungen sicher sind: a) Verwendung in Innenräumen; b) Höhenlage bis 2 000 m; c) Umgebungstemperatur von 5 °C bis 40 °C; d) maximale relative Luftfeuchte 80 % bei Temperaturen bis 31 °C, linear abnehmend bis zu 50 % relativer Luftfeuchte bei 40 °C; e) Schwankungen der Netzversorgungsspannung bis zu ± 10 % der Nennspannung; f) TRANSIENTE ÜBERSPANNUNGEN bis zu den Werten der ÜBERSPANNUNGSKATEGORIE II (Diese Werte für TRANSIENTE ÜBERSPANNUNGEN sind typisch für Geräte, die über die Gebäudeinstallation versorgt werden.) g) ZEITWEILIGE ÜBERSPANNUNGEN, die in der Netzstromversorgung auftreten; h) zutreffender VERSCHMUTZUNGSGRAD, entsprechend der vorgesehenen Umgebung anzuwenden (in den meisten Fällen VERSCHMUTZUNGSGRAD 2). Hersteller dürfen für den Betrieb weiter eingeschränkte Umgebungsbedingungen festlegen, trotzdem muss das Gerät unter den genannten normalen Umgebungsbedingungen sicher sein. Dieser Norm-Entwurf gilt für Geräte, die so entworfen sind, dass sie auch unter jeder beliebigen der folgenden Bedingungen, für die das Gerät vom Hersteller BEMESSEN worden ist, sicher sind: a) Verwendung im Freien; b) Höhen über 2 000 m; c) Umgebungstemperaturen unter 5 °C oder über 40 °C; d) relative Luftfeuchte über den in 1.4.1 angegebenen Werten; e) Schwankungen der Netzspannung, die ± 10 % der Nennspannung überschreiten; f) NASSE UMGEBUNG; g) TRANSIENTE ÜBERSPANNUNGEN bis zu den Werten der ÜBERSPANNUNGSKATEGORIE III oder IV. Zuständig ist das DKE/K 911 "Sicherheitsanforderungen an elektrische einschließlich elektronische Geräte für das Messen, Steuern und Regeln" der DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE.

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