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Norm 2009-09

DIN EN 62535:2009-09;VDE 0370-33:2009-09

VDE 0370-33:2009-09

Isolierflüssigkeiten - Prüfverfahren für den Nachweis von potenziell korrosivem Schwefel in gebrauchtem und ungebrauchtem Isolieröl (IEC 62535:2008); Deutsche Fassung EN 62535:2009

Englischer Titel
Insulating liquids - Test method for detection of potentially corrosive sulphur in used and unused insulating oil (IEC 62535:2008); German version EN 62535:2009
Ausgabedatum
2009-09
Originalsprachen
Deutsch

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Einführungsbeitrag

Die vorliegende VDE Norm DIN EN 62535 (VDE 0370-33) legt ein Prüfverfahren für den Nachweis von potenziell korrosivem Schwefel in gebrauchten und ungebrauchten Isolierölen auf Mineralölbasis fest.
In den letzten Jahren wurde weltweit von mehreren Transformator- und Drosselausfällen berichtet, die auf die Bildung und Ablagerung von Kupfersulfid in beziehungsweise auf der Zelluloseisolierung zurückzuführen waren. Die Neigung von Transformatorölen zur Bildung von Kupfersulfid wird als einer der Hauptbeitragsfaktoren angesehen.
Als häufigster Grund für derartige Ausfälle hat sich die auf der Bildung von Kupfersulfid-Ablagerungen auf dem Zellulose-Isolierpapier beruhende Lichtbogenbildung zwischen benachbarten Scheibenwicklungen oder Leitern einer Wicklung herausgestellt.
Es wurde nachgewiesen, dass mit den bestehenden Prüfverfahren für korrosiven Schwefel nach ASTM D1275, Verfahren A und nach DIN 51353 nicht bestimmt werden kann, ob Öle potenziell korrosive Eigenschaften besitzen.
Aus diesem Grund hat das IEC/TC 10 "Flüssigkeiten und Gase für elektrotechnische Anwendung" die vorliegende Internationale Norm für den Nachweis von potenziell korrosivem Schwefel in Isolierölen auf Mineralölbasis erarbeitet. Das Prüfverfahren mit umwickeltem Leiter ist sowohl für gebrauchtes als auch für ungebrauchtes Öl geeignet. Dieses Prüfverfahren stützt sich auf eine von der Conseil International des Grands Réseaux Electriques (CIGRE)-Arbeitsgruppe A2.32 durchgeführte Untersuchung.
Für das Prüfverfahren wird ein mit einer einzelnen Lage Papier umwickelter Kupferleiter verwendet, der in Öl eingetaucht und erwärmt wird. Dies geschieht zur Beurteilung der Fähigkeit des Öls, Kupfersulfid zu bilden und dieses auf die Papierlagen zu übertragen.
Das Wachstum von Kupfersulfid auf blankem Kupfer kann zum Auftreten von leitenden Partikeln im Öl führen, die als Keime für eine elektrische Entladung agieren und zu einem Ausfall führen können. Es gibt andere Prüfverfahren, bei denen ein blanker Kupferstreifen in Öl getaucht und erwärmt wird, um das gegenüber Kupfer korrosive Verhalten zu ermitteln. Verfahren B nach ASTM D1275 wird auch für diese Prüfung angewendet und Anhang A enthält ein modifiziertes Verfahren, bei dem geringe Ölvolumina verwendet werden. Prüfungen mit und ohne Papier gelten als komplementär und können zu unterschiedlichen Ergebnissen führen.
Für die Norm ist das DKE/K 182 "Flüssigkeiten und Gase für elektrotechnische Anwendung" zuständig.

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