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Norm 2014-10

DIN EN ISO 16000-32:2014-10

Innenraumluftverunreinigungen - Teil 32: Untersuchung von Gebäuden auf Schadstoffe (ISO 16000-32:2014); Deutsche Fassung EN ISO 16000-32:2014

Englischer Titel
Indoor air - Part 32: Investigation of buildings for the occurrence of pollutants (ISO 16000-32:2014); German version EN ISO 16000-32:2014
Ausgabedatum
2014-10
Originalsprachen
Deutsch

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Kurzreferat
In diesem Teil der ISO 16000 werden Anforderungen an die Erkundung von Bauwerken hinsichtlich des Vorhandenseins von Schadstoffen oder anderen schädlichen Faktoren festgelegt, die als Basis für eine anschließende Beprobung von Verdachtsbereichen und zur Bestimmung der Menge und Art der Schadstoffe dienen, die in anderen Teilen der ISO 16000 beschrieben werden. Die Ergebnisse der Erkundung bilden die Basis für eine Bewertung in Hinblick auf Nutzung, Sanierung oder Abbruch des Bauwerks. Eine Bewertung in Hinblick auf Nutzung darf Hygiene- und Komfortparameter beinhalten (z. B. bei Gebäudepässen). Die Untersuchung der Innenraumluftqualität für die Erkundung vorhandener Schadstoffe kann bei bestimmten Fragestellungen eine wichtige Rolle spielen. Folgende Ziele können erreicht werden: - Erhalt von Vorgaben für die strukturierte Vorgehensweise, - Erfassung von Daten und Informationen als Grundlage einer weiterführenden Bewertung, - Hilfestellung zur Erstellung eines Schadstoffkatasters, - Erlangung von Rechtssicherheit für den Auftraggeber und für Anbieter von Leistungen.
Einführungsbeitrag

In diesem Teil der EN ISO 16000 werden Anforderungen an die Erkundung von Bauwerken hinsichtlich des Vorhandenseins von Schadstoffen oder anderen schädlichen Faktoren festgelegt, die als Basis für eine anschließende Beprobung der Verdachtsbereiche und zur Bestimmung der Menge und Art der Schadstoffe dienen, die in anderen Teilen der EN ISO 16000 detailliert beschrieben werden. Die Erkundung von Bauwerken auf Schadstoffe und andere schädliche Faktoren ermöglicht es, den Grad der Belastung (zum Beispiel durch PCB, VOC, Asbest) zum Erkundungszeitpunkt zu bestimmen und deren Einflüsse zu bewerten. Es wird zwischen folgenden Schadstoffursachen unterschieden: - primäre Schadstoffe in den Baumaterialien selbst: Asbest, Schwermetalle, polychlorierte Biphenyle (PCB), polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), halogenierte organische Verbindungen, flüchtige organische Verbindungen (VOC) und Geruchsstoffemissionen aus Baumaterialien; - sekundäre Schadstoffe, die durch Übertritte von Schadstoffen in andere Bauteile oder Bauwerksabschnitte entstehen: Asbeststaub, PCB, PAK, Lösemittel und solche, die durch chemische Reaktionen in der Luft oder auf den Oberflächen gebildet werden; - nutzungs- und betriebsbedingte Schadstoffkontaminationen, zum Beispiel aus der Bauwerkserhaltung (wie Reinigung, Desinfektion oder Schädlingsbekämpfung), aus Produktionsprozessen (wie Tetrachlorethen aus der chemischen Reinigung, Toluol aus Druckereien), mikrobielle Kontamination aufgrund von Feuchtigkeitsschäden; - Einflüsse durch geogene oder anthropogene Quellen (zum Beispiel Partikel und Staub, allergene Stoffe von Haustieren oder Nagetieren, Ruß); - biologisch bedingte Gefährdungen (potentiell sensibilisierende, toxische oder infektiöse Wirkungen von Schimmel, Nagetieren, Ungeziefer, Taubenkot); - vorübergehende Belastungen und Emissionen durch die Nutzung: anthropogenes Kohlenstoffdioxid, Körperausdünstungen, Feuchtigkeit, Gerüche (derartige Belastungen und Emissionen müssen bei einer Sanierung dann berücksichtigt werden, wenn der natürliche Luftaustausch nach der Sanierung wegen der danach dichteren Gebäudehülle nicht mehr möglich ist); - in der Umgebung erzeugte Schadstoffe, die in das Gebäude durch Infiltration und Belüftung gelangen. Die Untersuchung der Innenraumluftqualität für die Erkundung vorhandener Schadstoffe kann bei bestimmten Fragestellungen eine wichtige Rolle spielen. Folgende Ziele sollten anhand des Dokuments erreicht werden: - Erhalt von Vorgaben für die strukturierte Vorgehensweise, - Erfassung von Daten und Informationen als Grundlage einer weiterführenden Bewertung, - Hilfestellung zur Erstellung eines Schadstoffkatasters, - Erlangung von Rechtssicherheit für den Auftraggeber und für Anbieter von Leistungen. Die Ergebnisse der Erkundung bilden die Basis für eine Bewertung in Hinblick auf Nutzung, Sanierung oder Abbruch des Bauwerks. Eine Bewertung in Hinblick auf Nutzung darf Hygiene- und Komfortparameter beinhalten (zum Beispiel bei Gebäudepässen). In den Anhängen A bis D sind ausführliche Listen als Hilfestellung bei der Begehung der Gebäude aufgeführt, die wichtige Punkte zu folgenden Themenstellungen enthalten: Beispiel für eine bauwerksbezogene Schadstofferkundung, VOCs und deren mögliche Quellen sowie bauseitige VOC-Quellen, Probenahmeplan zur Schadstofferkundung, Probenahmeprotokoll für die Schadstofferkundung von Bauwerken. Das Dokument richtet sich an Vertreter von Aufsichtsbehörden, Prüfstellen, Berufsgenossenschaften, Architektur- und Planungsbüros, Hochbau- und Abbruchunternehmen sowie Vertreter der Innenraumausstatter, der Möbelindustrie, der Farbindustrie, der Klebstoffindustrie, oder anderen Sparten, die Gegenstände für den Innenraum produzieren. Die Internationale Norm wurde vom ISO/TC 146/SC 6 "Indoor air", in der Arbeitsgruppe 19 "Investigation of constructions" in Kooperation mit dem CEN/TC 264 "Luftbeschaffenheit" (ISO lead) erarbeitet. Die Sekretariate des SC 6 und der WG 19 werden vom DIN gehalten; die Obmannschaft des SC 6 liegt bei Japan. Das zuständige deutsche Gremium ist der NA 134-04-04-01-01 AK "Spiegelgremium zu ISO/TC 146/SC 6/WG 1, WG 2, WG 15 und WG 19, Planung von Innenraumluftmessungen".

Inhaltsverzeichnis
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