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Norm 2017-08

DIN ISO 12219-6:2017-08

Innenraumluft von Straßenfahrzeugen - Teil 6: Verfahren für die Bestimmung von schwerflüchtigen organischen Verbindungen aus Fahrzeuginnenraumausstattungsteilen bei höheren Temperaturen - Kleinprüfkammer-Verfahren (ISO 12219-6:2017)

Englischer Titel
Interior air of road vehicles - Part 6: Method for the determination of the emissions of semi-volatile organic compounds from vehicle interior parts and materials at higher temperature - Small chamber method (ISO 12219-6:2017)
Ausgabedatum
2017-08
Barrierefreiheit
Originalsprachen
Deutsch

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Ausgabedatum
2017-08
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Originalsprachen
Deutsch
DOI
https://dx.doi.org/10.31030/2628940

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Kurzreferat
In diesem Teil der ISO 12219 werden Handlungsanweisungen zu einem qualitativen und quantitativen Verfahren für die Messung von in der Dampfphase befindlichen organischen Verbindungen gegeben, die aus Fahrzeuginnenraumausstattungsteilen unter simulierten, realen Gebrauchsbedingungen entweichen, d. h. nach mehrstündigem Parken des Straßenfahrzeugs bei direkter Sonneneinstrahlung. Unter diesen Bedingungen erreichen einige Innenraumausstattungsteile und -materialien höhere Temperaturen als 65 °C (ISO 12219-4), z. B. kann ein Armaturenbrett Temperaturen bis zu 120 °C erreichen. Dieser Teil der ISO 12219 ist immer als Ergänzung zur ISO 12219-4 zu sehen, um die Prüfung innerhalb eines Tages durchzuführen. Dieser Teil der ISO 12219 dient dazu, einen Einblick in das Emissionsverhalten und das Emissionspotential von ausgewählten Fahrzeuginnenraumausstattungsteilen und -materialien zu erhalten, die höheren Temperaturen ausgesetzt werden. Als höhere Temperatur wird 100 °C als Konvention angesetzt. Die Prüfung wird in kleinen Emissionsprüfkammern (Kleinprüfkammern) durchgeführt. Eine Kleinprüfkammer dient dazu, eine Korrelationsfunktion zu den Konzentrationen der Fahrzeugemissionen zu erhalten. Dieses Verfahren dient zur Bewertung von neuen Fahrzeuginnenraumausstattungsteilen, kann aber prinzipiell auch zur Bewertung von Innenraumausstattungsteilen aus gebrauchten Fahrzeugen verwendet werden. Das spezifizierte analytische Verfahren für SVOC und schwerflüchtige Carbonyverbindungen ist in ISO 16000-6 und für geeignete flüchtige Carbonylverbindungen in ISO 16000-3 beschrieben.
Einführungsbeitrag

In der Industrie werden flüchtige und schwerflüchtige organische Verbindungen (VOC und SVOC) vielseitig verwendet und können dadurch aus vielen Alltagsprodukten und -materialien emittiert werden. Sie haben aufgrund der Tatsache, dass sie einen Einfluss auf die Innenraumluftqualität haben, in den letzten Jahren große Aufmerksamkeit erhalten. Menschen verbringen - in der Rangfolge nach Wohnung und Arbeitsplatz - einen großen Teil der Zeit in ihren Fahrzeugen. Es ist wichtig, die Materialemissionen aus den Fahrzeuginnenraumausstattungsteilen zu bestimmen und - wenn nötig - auf ein akzeptables Maß zu reduzieren. Deshalb ist es notwendig, umfassende und belastbare Informationen über die Arten der organischen Verbindungen in der Innenraumluft der Fahrzeuge und auch deren Konzentrationen zu erhalten. Die Messung der Emissionen aus Fahrzeuginnenraumausstattungsteilen kann auf mehreren Wegen durchgeführt werden. Die gewählte Vorgehensweise hängt von dem gewünschten Resultat und dem Materialtyp ab. Werden zum Beispiel Emissionsdaten von vollständigen Komponenten benötigt (zum Beispiel Armaturenbrett, Sitz), ist es notwendig, eine Prüfkammer oder einen Beutel zu verwenden, die ein ausreichendes Volumen aufweisen, um die komplette Baueinheit aufzunehmen (üblicherweise = 1 m3). Solche Prüfungen können in Abhängigkeit von den festgelegten Äquilibrierungszeiten und von den Anforderungen seitens der relevanten Prüfprotokolle mehrere Stunden oder sogar Tage in Anspruch nehmen. Dieser Teil der ISO 12219 behandelt ein Verfahren zur Messung der Arten und Konzentrationsniveaus von emittierten VOC und SVOC aus Fahrzeuginnenraumausstattungsteilen unter kontrollierten Bedingungen mithilfe einer kleinen Emissionsprüfkammer (Kleinprüfkammer). Das beschriebene Screeningverfahren kann zur Untersuchung der Emissionen von Fahrzeuginnenraumausstattungsteilen unter Simulierung der realen Bedingungen, wie sie in der Fahrgastzelle von Straßenfahrzeugen bei erhöhten Temperaturen auftreten, verwendet werden. Aus diesem Grund werden die Prüfungen bei 65 °C und 100 °C durchgeführt. Dieser Teil der ISO 12219 legt sowohl die Anforderungen an die Kleinprüfkammer als auch an ein Prüfprotokoll fest. Die Messungen werden nach ISO 16000-6 (VOC) und ISO 16000-3 (Carbonylverbindungen) durchgeführt. Die Kapazität einer Kleinprüfkammer ist nicht auf kleine Baueinheiten oder repräsentative Prüfstücke homogener Fahrzeuginnenausstattungsmaterialien begrenzt. Die Kleinprüfkammer erlaubt die Messung und Aufzeichnung qualitativer und quantitativer VOC- und SVOC-Emissionsdaten. Die so erhaltenen Emissionsdaten können dazu verwendet werden, eine Korrelation zwischen Materialprüfverfahren und Fahrgastzellenmessungen abzuleiten. Dieser Teil der ISO 12219 basiert auf der VDA 276 und korreliert mit der ISO 16000-9.

Inhaltsverzeichnis
DOI
https://dx.doi.org/10.31030/2628940
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