Beuth-Fachauskunft

Sie möchten Rechtssicherheit für Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung?

Wir finden für Sie heraus:

  • welche Rechtsvorschriften oder EU-Richtlinien für Ihr Angebot in Frage kommen
  • welche Regelwerke oder harmonisierten Normen Sie für Konformitätserklärungen und CE-Kennzeichen benötigen
  • welche Standards für Sie wichtig sind, um Aufträge zu sichern
  • welche Normen oder anderen anerkannten Regeln der Technik Ihr Haftungsrisiko senken.

Nutzen Sie die Vorteile

Zeit gewinnen
Sparen Sie sich die Recherche nach den für Sie wichtigen Normen, Standards oder Technischen Regeln – wir machen das für Sie.

Passt immer
Wir recherchieren zuverlässig in mehr als 2,5 Millionen Datensätzen.

Hilfe von Profis
Wir sind Teil eines professionellen Netzwerks – bei DIN und internationalen Partnerinstituten.

Qualität funktioniert
Auf unsere Auswahl ist Verlass, denn wir arbeiten mit hohen Qualitätsstandards, zertifiziert nach DIN EN ISO 9001.

Preise und Leistungen

Der Umfang unserer Recherche ergibt sich aus Ihrer Anfrage.

  •    Einfache Fragestellungen können wir oft bereits mit unseren eigenen Datenbanken und Tools beantworten.
  •    Komplexere Sachverhalte und Anwendungsbeispiele erfordern manchmal, dass wir unsere Expertinnen und Experten hinzuziehen – zum Beispiel, wenn technische Details geklärt werden müssen.
  •    In Einzelfällen kann es notwendig sein, dass wir zur Klärung Fachleute in unserem Netzwerk kontaktieren. Das gilt etwa für Fragen der weltweiten Zusammenarbeit oder spezieller Handelsabkommen.

Jede Auskunft ist individuell auf Ihre Anfrage zugeschnitten. Deshalb erhalten Sie von uns immer ein unverbindliches Angebot (ab 120 Euro) und entscheiden dann, ob wir die Recherche für Sie durchführen sollen.

So einfach funktioniert die Beuth-Fachauskunft

  1. Formulieren Sie Ihre Anfrage im nachstehenden Formular so präzise wie möglich.
  2. Wir prüfen die voraussichtlichen Aufwände und melden uns mit einem kostenlosen Angebot (Kostenvoranschlag) bei Ihnen.
  3. Nach Ihrem Auftrag beginnen wir mit der Recherche in unseren hauseigenen Datenbanken (zum Beispiel Perinorm).
  4. Falls erforderlich, greifen wir zusätzlich auf externe Informationsquellen zurück.

So erhalten Sie Ihr Rechercheergebnis

In den meisten Fällen erhalten Sie am Ende unserer Recherche eine Liste an Dokumenten, die für Ihr Anliegen in Frage kommen.

Eher selten kommt es vor, dass wir Ihre Anfrage direkt weiterleiten. Etwa wenn es sich um eine inhaltliche Frage handelt, zum Beispiel die Interpretation eines bestimmten Sachverhalts in einer Norm.

Beispiele

Beispiel 1: Lager- und Handhabungssystem für Rundstabmaterial

  • Wir haben vor, in einem Lager für Stangenmaterial ein Lager- und Handhabungssystem für Rundstabmaterial zu konstruieren. Vorgesehen ist ein Regal, in dem auf einer Höhe von 640 mm Rundstabmaterial aus Stahl zu lagern ist.

    In Verbindung mit einer Laufschiene am Boden möchten wir dazu einen verfahrbaren Wagen in das Regalsystem integrieren, über den die Be- und Entladung der Regalplätze erfolgen soll. Der Wagen wird dann auf Position verschoben und nach hinten auf eine Bandsäge bewegt, die dem Regal gegenüberstehen soll. Nach dem Sägevorgang wird das Rundmaterial wieder auf den Wagen bewegt und über die Laufschiene zurück auf seinen Platz gefahren, um es wieder in das zugehörige Regalfach zu bringen. Die Fächer sowie der Wagen sind mit Rollenbahnen bestückt, damit das Material widerstandslos hin und her bewegt werden kann.

    Welche Normen und Verordnungen müssen wir beachten, wenn wir diese Konstruktion umsetzen möchten?

    • Rollenbahnen werden innerhalb eines Produktionsprozesses vielseitig eingesetzt. Sie kommen auch innerhalb von Rollenfördersystemen zum Einsatz.
    • Nach Ihrer Beschreibung käme hier die VDI 4418 in Betracht. Diese Richtlinie dient zur Planung von automatisierten Lagern und zeigt verschiedene Möglichkeiten – vom Wabenlager über das Portallager bis hin zum Paternosterlager auf, nebst Umlaufstation mit Unterfahrwagen.
    • Angetriebene Rollenbahnen sind Stückgutförderer und waren in der VDI 4440 Blatt 3 geregelt. Diese VDI-Richtlinie wurde ersatzlos zurückgezogen und kommt daher nicht zum Einsatz.
    • Rollenförderer werden in der VDI 2690 Blatt 2 behandelt.
    • Eine wichtige systemleistungsbestimmende Kenngröße für die Auslegung und Abnahme von Lagersystemen ist die sogenannte „Spielzeit“, die in der VDI 3561 und FEM 9.851 festgelegt ist.
    • Auch die VDI 2493 gibt einen Überblick über die in der Praxis bewährten Methoden der Langgutlagerung und die dafür erforderliche Handhabungs- und Fördertechnik.
    • Die dazugehörigen Regalbediengeräte sind in DIN EN 528 geregelt. Regalbediengeräte werden vorzugsweise für automatisierte Systeme eingesetzt.
    • Fließlagersysteme: siehe VDI 3584. Fließlager (Durchlaufregale) ermöglichen eine spezielle Art der Kompaktlagerung in Regalen, die Lagerung und Transport miteinander verbindet. Anbei eine Auflistung der genannten Dokumente aus diesem Bereich.

Beispiel 2: CE-Kennzeichnung für Pedelec-Mittelmotoren


  • Unser Unternehmen stellt Mittelmotoren für E-Bikes her. Welche Normen und EU-Richtlinien müssen wir erfüllen, damit unsere Produkte eine CE-Kennzeichnung erhalten können?

  • Die CE-Kennzeichnung ist die Erklärung des herstellenden Unternehmens, dass seine Produkte den jeweiligen gesetzlichen Anforderungen der EU genügen. ln Deutschland ist dabei das Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) maßgeblich.

    Für die fachsprachlich als Pedelecs bezeichneten, im allgemeinen Sprachgebrauch als „E-Bikes“ bekannten Fahrzeuge gilt die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, sofern sie der in der EU-Verordnung EUV 168/2013 Artikel 2 h) genannten Definition entsprechen: „Fahrräder mit Trethilfe, die mit einem elektromotorischen Hilfsantrieb mit einer maximalen Nenndauerleistung von 0,25 kW ausgestattet sind, dessen Unterstützung sich mit zunehmender Fahrzeuggeschwindigkeit progressiv verringert und beim Erreichen einer Geschwindigkeit von 25 km/h oder früher, wenn der Fahrer im Treten einhält, unterbrochen wird“.

    Die Umsetzung in deutsches Recht erfolgte mit der Maschinenverordnung (Neunte Verordnung zum Produktsicherheitsgesetz, 9. ProdSV). Ebenfalls in Betracht kommen kann die EMV-Richtlinie 2014/30/EU sowie für Ladegeräte die Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EU. Alle anderen E-Fahrräder bzw. E-Bikes, die mit Hilfsantrieb ausgestattet sind und die diese Kriterien überschreiten, fallen als Kleinkrafträder unter die EU-Verordnung EUV 168/2013.

    Grundlegende Sicherheitsanforderungen an mechanische und elektrische Komponenten von Elektrofahrrädern regelt die DIN EN 15194.

Ihre Anfrage an die Beuth-Fachauskunft

Sie haben Fragen oder benötigen Beratung?