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Norm 2012-10

DIN 10529-2:2012-10

Dosiersysteme für die orale Verabreichung von pulverförmigen oder flüssigen Fertigarzneimitteln bei Nutztieren - Teil 2: Dosiersysteme für flüssige Fertigarzneimittel zur Verabreichung über Trinkwasser

Englischer Titel
Dosing apparatus for the oral medication of powdery or liqiud proprietary medicinal products at farm livestock - Part 2: Dosing apparatus for liquid proprietary medicinal products for application by using drinking water
Ausgabedatum
2012-10
Originalsprachen
Deutsch

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Ausgabedatum
2012-10
Originalsprachen
Deutsch
DOI
https://dx.doi.org/10.31030/1909012

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Einführungsbeitrag

In der Primärproduktion spielt die Verabreichung von Tierarzneimitteln über das Trinkwasser an landwirtschaftliche Nutztiere eine große Rolle, weil aufgrund der Größe der Tierbestände eine Einzeltierapplikation (zum Beispiel Injektion) häufig nicht möglich ist. Über das Trinkwasser zur oralen Anwendung zugelassene Arzneimittel werden im Betrieb des Tierhalters durch Dosiersysteme für Tierarzneimittel eindosiert und dem Tränkewasser beigegeben. Die orale Verabreichung erfolgt in Form von vollständigen wässrigen Lösungen. Die Norm richtet sich ausschließlich an die Hersteller von Dosiersystemen für Tierarzneimittel. Er erstreckt sich nicht auf das nachfolgende Tränkesystem.
In DIN 10529 werden Anforderungen an die Ausführung und die technische Dimensionierung von Dosiersystemen für Tierarzneimittel zur oralen Verabreichung über das Trinkwasser festgelegt sowie Prüfverfahren zur Überprüfung der Dosiergenauigkeit der Geräte und der Homogenität des Gemisches von Trinkwasser und Arzneimittel, das in das Tränkesystem eingespeist wird. Sowohl die Dosiergenauigkeit als auch die Homogenität sind entscheidende Kriterien für die sachgerechte Medikation der Tierbestände. So kann eine Dosierungenauigkeit dazu führen, dass zum Beispiel bei einer Unterdosierung der Therapieerfolg ausbleibt. Im Falle von Überdosierungen können Rückstände in Lebensmitteln tierischer Herkunft auftreten, die festgesetzte Höchstwerte überschreiten. Restmengen in den Geräten und mangelnde Reinigungsmöglichkeiten der Dosiersysteme können zu Verschleppungen von pharmakologisch wirksamen Stoffen in folgende Chargen führen und gegebenenfalls zur Entwicklung von Antibiotikaresistenzen beitragen.
Mit der Norm sollen die Mindestanforderungen an Dosiersysteme für flüssige Fertigarzneimittel zur Verabreichung über das Trinkwasser festgelegt werden, um eine sachgerechte orale Verabreichung der Tierarzneimittel über Dosiergeräte zu ermöglichen.
Die Norm DIN 10529-2 wurde vom Arbeitsausschuss NA 057-02-01 AA "Lebensmittelhygiene", Arbeitskreis NA 057-02-01-24 AK "Dosiersysteme für Tierarzneimittel", im DIN erstellt.

Inhaltsverzeichnis
DOI
https://dx.doi.org/10.31030/1909012
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