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Norm 2019-04

DIN EN IEC 60793-1-54:2019-04;VDE 0888-254:2019-04

VDE 0888-254:2019-04

Lichtwellenleiter - Teil 1-54: Messmethoden und Prüfverfahren - Gammastrahlung (IEC 60793-1-54:2018); Deutsche Fassung EN IEC 60793-1-54:2018

Englischer Titel
Optical fibres - Part 1-54: Measurement methods and test procedures - Gamma irradiation (IEC 60793-1-54:2018); German version EN IEC 60793-1-54:2018
Ausgabedatum
2019-04
Originalsprachen
Deutsch

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Einführungsbeitrag

Diese Internationale Norm beschreibt ein Verfahren zur Messung des Verhaltens von optischen Fasern und Kabeln im eingeschwungenen Zustand, die Gammastrahlung ausgesetzt sind. Sie kann zur Bestimmung der durch Strahlung verursachten Dämpfung, die in Klasse-B-Einmoden- oder Klasse-A-Mehrmoden-LWL der Kategorien A1 und A2 sowohl in verkabelter als auch unverkabelter Form auftreten kann, wenn sie Gammastrahlung ausgesetzt sind, herangezogen werden. Die Dämpfung von verkabelten und unverkabelten Lichtwellenleitern nimmt im Allgemeinen zu, wenn sie Gammastrahlung ausgesetzt sind. Dies ist in erster Linie auf das Einfangen von radiolytischen Elektronen und Löchern an Defektstellen im Glas zurückzuführen (das heißt die Bildung von "Farbzentren"). Dieses Prüfverfahren konzentriert sich auf zwei interessierende Fälle: auf den Fall einer niedrigen Dosisleistung, der sich für die Abschätzung der Wirkung umweltbedingter Grundstrahlung eignet, und auf den Fall hoher Dosisleistung, der der Abschätzung der Wirkung gefährlicher radioaktiver Umgebungen dient. Die Prüfung der Auswirkungen umweltbedingter Grundstrahlung erfolgt durch eine Dämpfungsmessung ähnlich dem Verfahren nach IEC 60793-1-40, Verfahren A (Rückschneideverfahren). Die Auswirkungen von gefährlichen radioaktiven Umgebungen werden durch Überwachung der Leistung vor, während und nach der Bestrahlung des Prüfstücks mit Gammastrahlung geprüft. Das Verschwinden von Farbzentren durch Licht (Fotobleichung) oder durch Wärme erzeugt eine Erholungsphase (Verminderung der durch Strahlung bedingten Dämpfung). Die Erholung darf innerhalb eines weiten Zeitbereiches erfolgen, der von der Bestrahlungszeit und der Glühtemperatur abhängt. Dies erschwert die Charakterisierung der durch Strahlung bedingten Dämpfung, weil die Dämpfung von einer Vielzahl von Variablen wie der Temperatur der Prüfumgebung, der Anordnung des Prüfstücks, der Gesamtdosis und der Dosisleistung abhängt, denen das Prüfstück ausgesetzt ist, sowie von der bei der Messung verwendeten Lichtstärke. Dieses Prüfverfahren ist keine Werkstoffprüfung für die nicht optischen Werkstoffkomponenten eines LWL-Kabels. Wenn die Zersetzung von bestrahlten Kabelwerkstoffen untersucht werden soll, sind andere Prüfverfahren erforderlich. Dieses Prüfverfahren umfasst eine klare, kurz gefasste Reihe von Anweisungen. Das notwendige Hintergrundwissen zur Durchführung der richtigen, zutreffenden und aussagekräftigen Bestrahlungsprüfungen sowie zur Einengung der Messunsicherheit sind getrennt in IEC/TR 62283 enthalten. Bei der Durchführung dieser Prüfung im Labor müssen genaue Vorschriften und geeignete Schutzmaßnahmen beachtet werden. Diese Prüfung muss durch sorgfältig ausgewähltes und geschultes Personal durchgeführt werden. Es kann äußerst gefährlich für das Prüfpersonal werden, wenn die Prüfung nicht richtig oder ohne geeignete Vorkehrungen durchgeführt wird. Zuständig ist das DKE/UK 412.6 "Lichtwellenleiter und Lichtwellenleiterkabel" der DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE.

Änderungsvermerk

Diese Norm ersetzt DIN EN 60793-1-54:2013-07;VDE 0888-254:2013-07 .

Folgende Änderungen wurden vorgenommen:

Gegenüber DIN EN 60793-1-54 (VDE 0888-254):2013-07 wurden folgende Änderungen vorgenommen: a) Die Prüfbedingungen bezüglich Fotobleichung wurden geändert; b) Die Länge des Prüflings wurde modifiziert, um eine Gesamtdämpfung am Ende der Bestrahlung zwischen 3 dB und 10 dB zu erreichen.

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