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Norm 2004-10

DIN EN ISO 2810:2004-10

Beschichtungsstoffe - Freibewitterung von Beschichtungen - Bewitterung und Bewertung (ISO 2810:2004); Deutsche Fassung EN ISO 2810:2004

Englischer Titel
Paints and varnishes - Natural weathering of coatings - Exposure and assessment (ISO 2810:2004); German version EN ISO 2810:2004
Ausgabedatum
2004-10
Barrierefreiheit
Originalsprachen
Deutsch

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Ausgabedatum
2004-10
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Originalsprachen
Deutsch
DOI
https://dx.doi.org/10.31030/9558001

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Einführungsbeitrag

In der Norm sind die Bedingungen festgelegt, die für die Art und Durchführung der Freibewitterung (direktes Bewittern oder hinter Fensterglas) zur Prüfung der Beständigkeit von Beschichtungen berücksichtigt werden müssen. Die Freibewitterung wird angewendet, um die Beständigkeit von Beschichtungen und Beschichtungssystemen gegen die Einwirkungen der Sonnenstrahlung und der Atmosphäre zu bestimmen. Spezielle atmosphärische Einflüsse, z. B. durch industrielle Verunreinigungen, werden in dieser Norm nicht berücksichtigt.

Die Beständigkeit einer Beschichtung hängt davon ab, wie, wo und wann sie bewittert wird. Folgende Bedingungen sind deshalb, je nach Verwendungszweck der Beschichtung, bei der Wahl der Art der Freibewitterung zu berücksichtigen:

  • Ort des Bewitterungsstandes, z. B. Industriegebiet, Küstenbereich, ländliche Region. Bei der Wahl des Bewitterungsortes sind starke örtliche Einflüsse (nach Art und/oder Menge) auf den Grad der Luftverunreinigung zu vermeiden, es sei denn, diese Einflüsse entsprechen dem vorgesehenen Verwendungszweck der zu prüfenden Beschichtung.
  • Höhe, Neigungswinkel und Ausrichtung des Bewitterungsgestells. Diese Bedingungen bestimmen, wie sehr z. B. Tau, Frost, Luftverunreinigung auf die Probenkörper wirken.
  • Die Beschaffenheit des Bodens, auf dem sich das Bewitterungsgestell befindet (z. B. Beton, Gras, Kies). Der Boden kann die klimatischen Bedingungen um die zu prüfenden Probenkörper beeinflussen. In der Praxis dürfte es kaum möglich sein, ein ideales Prüfgelände auszuwählen, jedoch lassen sich die Auswirkungen von Schwankungen dadurch verringern, dass sämtliche Probenkörper in ausreichendem Abstand vom Boden angebracht werden (Abschnitt 5).
  • Ob das Verhalten der Beschichtung auf der Vorder- und/oder Rückseite der Probenkörper von Interesse ist. Bestimmte Schäden, z. B. durch Rost und/oder Schimmel, treten an abgeschirmten Flächen der Probenkörper häufig auf.
  • Verwendungszweck der Beschichtung, einschließlich des Substrates, und ob die Beschichtung während ihres Gebrauchs gewaschen oder poliert werden soll.

Die bei einer Freibewitterung auf einem Bewitterungsgestell erhaltenen Prüfergebnisse gelten nur für die zugehörigen Umgebungsbedingungen. Unter der Voraussetzung, dass die Bewitterungsbedingungen den Bedingungen bei der Verwendung einigermaßen entsprechen, lässt sich die relative Beständigkeit einer Reihe gleichzeitig bewitterter Beschichtungen miteinander vergleichen. Es wird empfohlen, bei jeder Prüfserie Beschichtungen einzubeziehen, deren Beständigkeit bekannt ist und die als Bezugsstandards dienen.

Die Ergebnisse der Freibewitterung können in Abhängigkeit von der Jahreszeit, in der bewittert wurde, unterschiedlich sein. Diese Unterschiede werden verringert, wenn genügend lange bewittert wird. Die Freibewitterungsdauer sollte mindestens ein Jahr oder mehrere Jahre betragen. Die Vergleichbarkeit der Ergebnisse wird verbessert, wenn die Freibewitterung jeweils zur gleichen Zeit des Jahres beginnt, vorzugsweise im Frühjahr. Im Freien wird üblicherweise über eine festgelegte Zeitdauer bewittert. In vielen Fällen ist es jedoch vorzuziehen, so lange zu bewittern, bis ein bestimmter Grad der Schädigung erreicht ist oder eine vorgegebene Bestrahlung (Dosis) auf die Beschichtung eingewirkt hat. Die zweite Variante kann den Einfluss jahreszeitlich bedingter Änderungen verringern, aber nicht verhindern. Die Bestrahlung (Dosis) kann durch Messen der Bestrahlungsstärke und Integrieren der Messergebnisse über die Dauer der Freibewitterung bestimmt werden. Die klimatischen Bedingungen sind aufzuzeichnen und zusammen mit den anderen Freibewitterungsbedingungen in einem vollständigen Bericht zu erfassen. Bei der Wahl von Substraten, z. B. Holz oder Stahl, auf denen Beschichtungen richtungsabhängige (anisotrope) Eigenschaften zeigen, ist Sorgfalt notwendig. In solchen Fällen sind Wiederholungsprüfungen wichtig, um irreführende Ergebnisse zu vermeiden. Abwaschen und Polieren der Probenkörper während der Freibewitterung beeinflussen die Beständigkeit der Beschichtung und müssen deshalb im Prüfbericht vermerkt werden.

Inhaltsverzeichnis
DOI
https://dx.doi.org/10.31030/9558001
Änderungsvermerk

Diese Norm ersetzt DIN 53166:1980-07 .

Folgende Änderungen wurden vorgenommen:

Gegenüber DIN 53166:1980-07 wurden folgende Änderungen vorgenommen: Der Text von ISO 2810 wurde übernommen.

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