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DIN EN ISO 9697:2020-12

Wasserbeschaffenheit - Gesamt-Beta-Aktivität - Dickschichtverfahren (ISO 9697:2018); Deutsche Fassung EN ISO 9697:2019

Englischer Titel
Water quality - Gross beta activity - Test method using thick source (ISO 9697:2018); German version EN ISO 9697:2019
Ausgabedatum
2020-12
Originalsprachen
Deutsch

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Einführungsbeitrag

Radioaktivität aus natürlich vorkommenden und anthropogenen Quellen ist in der gesamten Umwelt vorhanden. Daher können Wasserkörper (zum Beispiel Oberflächengewässer, Grundwässer, Meerwasser) Radionuklide aus natürlichen oder anthropogenen Quellen enthalten:

  • - natürliche Radionuklide, einschließlich 40K, 3H, 14C, und solche aus der Thorium- und Uran-Zerfallsreihe, insbesondere 226Ra, 228Ra, 234U, 238U, 210Po und 210Pb, können in Wässern auf Grund natürlicher Ursachen auftreten (zum Beispiel Desorption aus Böden und Auswaschung durch Regenwasser) oder können durch technologische Prozesse unter Verwendung von natürlich auftretenden radioaktiven Materialien freigesetzt werden (zum Beispiel Abbau und Aufbereitung von Mineralsanden oder Produktion und Anwendung von Phosphat-Düngern);
  • - anthropogene Radionuklide, wie Elemente der Transurane (Americium, Plutonium, Neptunium, Curium), 3H, 14C, 90Sr und gamma-strahlende Radionuklide, können ebenfalls in natürlichen Wässern als Ergebnis genehmigter betrieblicher Freisetzungen geringen Umfangs in die Umwelt über Einleitungen aus Einrichtungen zur Gewinnung nuklearer Energie vorkommen. Radionuklide werden ebenfalls über die medizinische und industrielle Anwendung in ungekapselter Form in die Umwelt freigesetzt. Sie werden im Wasser auch als Ergebnis von Kontaminationen durch Fallouts aus der Explosion von Nuklearwaffen in der Atmosphäre und Störfällen, wie solchen, die in Tschernobyl und Fukushima erfolgt waren, gefunden.

Radionuklidaktivitätskonzentrationen in Wasserkörpern können auf Grund lokaler geologischer und klimatischer Bedingungen variieren und können lokal und zeitweise durch Freisetzungen aus Nukleareinrichtungen während geplanter, tatsächlicher und notfallbedingter Expositionssituationen erhöht sein. Trinkwasser kann daher Radionuklide in Aktivitätskonzentrationen enthalten, die ein Risiko für die menschliche Gesundheit darstellen könnten.

Radionuklide in flüssigen Einleitungen werden üblicherweise vor der Einleitung in die Umwelt und in Wasserkörper kontrolliert. Die Radioaktivität von Trinkwasser wird nach den Empfehlungen der World Health Organization (WHO) überwacht, sodass geeignete Maßnahmen getroffen werden können, um negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung abzuwenden. Unter Befolgung dieser internationalen Empfehlungen werden durch nationale Rechtsvorschriften üblicherweise zulässige Grenzwerte für Radionuklidkonzentrationen in flüssigen Einleitungen in die Umwelt und Radionuklid-Richtwerte für Wasserkörper und Trinkwasser für geplante, tatsächliche und notfallbedingte Expositionssituationen festgelegt. Die Übereinstimmung mit solchen Grenzwerten kann mittels Messergebnissen und den dazu gehörenden Messunsicherheiten, entsprechend ISO/IEC Guide 98-3 und ISO 5667-20 geprüft werden.

In Abhängigkeit von der Expositionssituation bestehen unterschiedliche Grenzwerte und Richtwerte, die für Maßnahmen zur Verminderung von Gesundheitsrisiken gelten. Zum Beispiel beträgt der Richtwert der WHO-Leitlinien in einer geplanten oder tatsächlichen Situation für Trinkwasser 0,5 Bq/l für die Gesamt-Alpha-Aktivität und 1 Bq/l für die Gesamt-Beta-Aktivität.

Dieses Dokument gehört zu einer Reihe von Internationalen Normen über Prüfverfahren für die Messung von Aktivitätskonzentrationen von Radionukliden in Wasserproben und legt ein Verfahren zur Bestimmung der Gesamt-Beta-Aktivität in salzarmem Wasser fest. Dieses Verfahren deckt nichtflüchtige Radionuklide mit einer maximalen Beta-Energie von etwa 0,3 MeV oder mehr ab. Die Messung von Beta-Strahlern mit sehr geringer Energie (zum Beispiel 3H, 228Ra, 210Pb, 14C, 35S und 241Pu) sowie gasförmiger und flüchtiger Radionuklide (zum Beispiel Radon und radioaktives Iod) ist nicht Bestandteil der Gesamt-Betastrahlen-Messung nach dem Verfahren dieses Dokuments.

Das Verfahren ist auf die Analyse von Roh- und Trinkwasser anwendbar. Der Einsatzbereich hängt von der Menge löslicher Salze im Wasser und von der Leistungsfähigkeit (Untergrundzählrate und Zählausbeute) des verwendeten Zählers ab.

Der Text von ISO 9697:2018 wurde vom Technischen Komitee ISO/TC 147 "Water quality" der Internationalen Organisation für Normung (ISO) erarbeitet und als EN ISO 9697:2019 durch das Technische Komitee CEN/TC 230 "Wasseranalytik" übernommen, dessen Sekretariat von DIN (Deutschland) gehalten wird.

Das zuständige deutsche Gremium ist der Unterausschuss NA 119-01-03-08 UA "Radioaktivitätsmessung im Wasser" des Arbeitsausschusses NA 119-01-03 AA "Wasseruntersuchung" im DIN-Normenausschuss Wasserwesen (NAW).

Gegenüber DIN 38404-15:1987-09 wurde die Struktur und Gliederung von ISO 9697:2018 unverändert übernommen; Details des Verfahrens wurden abgeändert (zum Beispiel Glühtemperatur auf 350 °C gesenkt; Reagenzien wurden geändert) und eine ausführliche Berechnung der Messergebnisse und der Messunsicherheit wurde aufgenommen.

Inhaltsverzeichnis
Änderungsvermerk

Diese Norm ersetzt DIN 38404-15:1987-09 .

Folgende Änderungen wurden vorgenommen:

Gegenüber DIN 38404-15:1987-09 wurden folgende Änderungen vorgenommen: a) Struktur und Gliederung wurde von ISO 9697:2018 unverändert übernommen; b) Details des Verfahrens wurden abgeändert (z. B. Glühtemperatur auf 350 °C gesenkt); c) Reagenzien wurden geändert; d) ausführliche Berechnung der Messergebnisse und der Messunsicherheit wurde eingefügt; e) die Norm wurde redaktionell überarbeitet.

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