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Norm [ZURÜCKGEZOGEN] 2011-01

DIN ISO 4387:2011-01

Zigaretten - Bestimmung des Rohkondensats und des nikotinfreien Trockenkondensats unter Verwendung einer Zigaretten-Abrauchmaschine für Routineanalysen (ISO 4387:2000 + Amd.1:2008)

Englischer Titel
Cigarettes - Determination of total and nicotine-free dry particulate matter using a routine analytical smoking machine (ISO 4387:2000 + Amd.1:2008)
Ausgabedatum
2011-01
Originalsprachen
Deutsch

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Einführungsbeitrag

Die Internationale Norm ISO 4387 legt ein Verfahren fest zur Bestimmung des Rohkondensats und zur nachfolgenden Bestimmung des nikotinfreien Trockenkondensats im Zigarettenrauch, erzeugt und gesammelt unter Verwendung einer Abrauchmaschine für Routineanalysen. Zigaretten werden in engen Toleranzgrenzen unter Einsatz strenger Verfahren der Qualitätskontrolle hergestellt. Jedoch entstammen alle Komponenten, die bei der Herstellung verwendet werden, Naturprodukten (Tabak, Zigarettenpapier, Belagpapier und so weiter), woraus ein ungleichmäßiges Endprodukt resultiert. Die Komplexität endet hier nicht, da während des Abrauchens zudem eine Umwandlung der Zigarette in Zigarettenrauch erfolgt. Zigarettenrauch ist ein komplexes Gemisch aus vielen einzelnen chemischen Bestandteilen, die als Gase, Dämpfe und kondensierte Aerosolpartikel vorliegen. Zusätzlich laufen unmittelbar nach der Rauchbildung unterschiedliche Alterungsprozesse zusammen mit Diffusions- und Zwischenlöslichkeitseffekten ab, die eine weitere Komplizierung der Zusammensetzung hervorrufen. Der quantitativen Bestimmung von nikotinfreiem Trockenkondensat (Kondensat, gelegentlich ausgewiesen als "Teer") liegt deshalb eine willkürliche Definition zu Grunde. Seit Wissenschaftler versuchen, Werte für Kondensat zu bestimmen, wurden viele verschiedene Methoden aufgegriffen. Die Erfahrung jedoch erbrachte einige zuverlässigere Verfahren. Unter Berücksichtigung dieser Tatsachen wurden 1988 und 1989 von Arbeitsgruppen, bestehend aus Mitgliedern des "Cooperative Centre for Scientific Research Relative to Tobacco (CORESTA) Smoke and Technology groups", Ringversuche zur Ermittlung der Wiederholgrenze und der Vergleichgrenze der Bestimmung von Roh- und Trockenkondensat bei Zigaretten durchgeführt. Die Studien zeigen, dass Verbesserungen bezüglich Wiederholgrenze und Vergleichgrenze durch Beschränkungen der großen Vielfalt an Verfahren und Praktiken, die durch die bestehenden Standardverfahren gestattet waren, zu erzielen sind. Somit wurden diese und weitere Internationale Normen, die zusammen einen vollständigen Satz für die Probenahme, Konditionierung und die Bestimmung von Nikotin, Wasser und Rohkondensat von Zigaretten bilden, nach intensiver Zusammenarbeit und Ringversuchen, an denen sich viele Laboratorien in vielen Ländern beteiligten, erstellt. CORESTA veröffentlichte 1968 erstmals eine Norm für das maschinelle Abrauchen von Zigaretten. Seit dieser Zeit wurden viele Verbesserungen, die Geräte sowie das Verfahren betreffend, vorgeschlagen. Diese Internationale Norm schließt diese Verbesserungen ein und stellt folglich den Stand der Technik auf diesem Gebiet dar. Sie bietet einen Satz an Verfahren, die als Referenzverfahren anerkannt sind. Bei dem Verfahren handelt es sich um ein maschinelles Verfahren, das das Abrauchen von Zigaretten bei Einhaltung streng überwachter Parameter erlaubt. Somit können die Kondensat- und Nikotingehalte von Zigaretten, die mit diesem Verfahren erzielt werden, verglichen werden und auf der Grundlage der durch maschinelles Abrauchen erhaltenen Werte eingestuft werden. Kein einzelnes maschinelles Abrauchverfahren kann menschliches Rauchverhalten in seinen verschiedenen Ausprägungen beschreiben: - es wird empfohlen, dass Zigaretten zusätzlich unter anderen maschinellen Abrauchbedingungen als die in dieser Internationalen Norm genannten geprüft werden; - aus produkttechnischen Gründen und aus Gründen der Rechtsetzung ist es sinnvoll, Zigaretten maschinell abzurauchen, um Informationen über Zigarettenrauchbestandteile zu erhalten. Jedoch können aus der Darstellung der maschinell ermittelten Messergebnisse beim Konsumenten Missverständnisse bezüglich Exposition und Risiko unterschiedlicher Marken entstehen; - Ergebnisse maschinellen Abrauchens können als ein Beitrag zur Risikobewertung herangezogen werden, sie sind jedoch weder vorgesehen noch geeignet, als Maß möglicher menschlicher Exposition oder Risiko zu dienen. Die Anwendung von ISO-Normen zur Prüfung von Produkten ist dann missbräuchlich, wenn Messergebnisse unterschiedlicher Produkte als Unterschiede in Exposition oder Risiko kommuniziert werden. Nach Überarbeitung der zweiten Ausgabe konnte die dritte Ausgabe der Internationalen Norm ISO 4387 im Jahre 2000 veröffentlicht werden. Im Jahr 2008 wurde eine Änderung veröffentlicht, in der erläutert wird, dass kein einzelnes maschinelles Abrauchverfahren menschliches Rauchverhalten in seinen verschiedenen Ausprägungen beschreiben kann. Der Arbeitsausschuss NA 057-04-01 AA "Tabak und Tabakerzeugnisse" des Normenausschusses Lebensmittel und landwirtschaftliche Produkte (NAL) im DIN beschloss die Ergänzung der im Jahr 2000 erschienenen DIN ISO 4387 durch die Aufnahme der 2008 erschienenen Änderung der ISO 4387. Der Arbeitsausschuss traf seine Entscheidung insbesondere unter dem Gesichtspunkt einer notwendigen Harmonisierung der Internationalen und nationalen Normen im Bereich der Abrauchanalytik.

Inhaltsverzeichnis
Änderungsvermerk

Diese Norm ersetzt DIN ISO 4387:2000-12 .

Dokument wurde ersetzt durch: DIN ISO 4387:2018-09 .

Folgende Änderungen wurden vorgenommen:

Gegenüber DIN ISO 4387:2000-12 wurde folgende Änderung vorgenommen: a) Mit der Aufnahme der Änderung ISO 4387:2000/Amd. 1:2008 wird in der Einleitung erläutert, dass kein einzelnes maschinelles Abrauchverfahren menschliches Rauchverhalten in seinen verschiedenen Ausprägungen beschreiben kann. Technische Änderungen ergeben sich daraus nicht.

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