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Vornorm 2018-07

DIN IEC/TS 63053:2018-07;VDE V 0640-053:2018-07

VDE V 0640-053:2018-07

Allgemeine Anforderungen an Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen für Gleichstromsysteme (IEC/TS 63053:2017)

Englischer Titel
General requirements for residual current operated protective devices for D.C. systems (IEC/TS 63053:2017)
Ausgabedatum
2018-07
Barrierefreiheit
Originalsprachen
Deutsch
Verfahren
Vornorm

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Einführungsbeitrag

Diese Technische Spezifikation enthält allgemeine Mindestanforderungen, Empfehlungen und Informationen zur Ausarbeitung und für Prüfverfahren von Normen für Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCD), für die Verwendung in Gleichstrom(DC-)systemen mit einer Bemessungsgleichspannung von höchstens 400 V und einem Bemessungsstrom von höchstens 125 A, im Folgenden als DC-RCD bezeichnet. Diese Technische Spezifikation kann auch als Leitfaden für DC-RCDs und für Gleichspannungen bis 1 500 V verwendet werden. Dieses Schriftstück soll in erster Linie zur Bezugnahme bei der Erstellung der Produktsicherheitsnorm von DC-RCDs dienen. Diese Technische Spezifikation kann nicht allein verwendet werden, sie muss vom technischen Komitee bei der Erarbeitung von Normen für Produkte, die dem Anwendungsbereich dieser Norm ähneln, hinzugezogen werden. Diese Norm gilt für eine Einrichtung - die einen Fehlerstrom erkennt; - die diesen mit einem Bezugswert vergleicht und - die Kontakte beziehungsweise Pole öffnet, wenn der Fehlerstrom diesen Bezugswert überschreitet. Alle Baugruppenvorrichtungen, von denen jeweils ein Teil eine oder zwei der zuvor genannten Funktionen ausführt, aber alle drei Funktionen nur zusammen ausgeführt werden können, sind auch durch diese Norm abgedeckt. Eine RCM (Fehlerstromüberwachung nach IEC 62020), deren Zweck es ist, eine elektrische Anlage zu überwachen und keinen Schutz bietet wird durch diese Norm nicht abgedeckt und kann nicht als gleichwertig oder einer DC-RCD ähnlich betrachtet werden. DC-RCDs sind nach IEC 60364-4-41 für eine Fehlerschutzfunktion vorgesehen, bei der die freiliegenden leitenden Teile der Anlage mit einer geeigneten Masseelektrode verbunden werden. DC-RCDs mit einem Ansprech-Bemessungsfehlergleichstrom von höchstens 85 mA dienen auch als ein zusätzlicher Schutz bei Ausfall des Schutzes gegen elektrischen Schlag. Nach IEC 60364-4-42 können Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen mit einem Ansprech-Bemessungsfehlerstrom von höchstens 300 mA auch als Schutz vor Brandgefahren aufgrund eines anhaltenden Erdschlussstroms verwendet werden. DC-RCDs sind für die Isolierung geeignet. Sie eignen sich für alle Versorgungssysteme mit Ausnahme von einpoligen DC-RCDs mit zwei Strompfaden, die nicht für die Verwendung in IT-Systemen geeignet sind. DC-RCDs in üblicher Ausführung sind gegen ungewolltes Auslösen beständig, einschließlich dem Fall, dass Stoßspannungen (als Folge von Umschalttransienten oder Blitzschlag) Lastströme ohne Überschlag in der Anlage verursachen. Installations- und Anwendungsrichtlinien für RCDs sind in der Normenreihe IEC 60364 enthalten. Vor den DC-RCDs im Gleichtakt angeschlossene Überspannungsableiter können zur unerwünschten Auslösung führen. Für DC-RCDs mit einem Schutzgrad über IP20 kann eine spezielle Konstruktion erforderlich sein. Die Anforderungen dieser Technischen Spezifikation gelten für normale Umgebungsbedingungen (siehe 7.1). Zusätzliche Anforderungen an DC-RCDs können notwendig sein, wenn diese an Orten mit rauen Umgebungsbedingungen eingesetzt werden. DC-RCDs, die Batterien enthalten, sind durch diese Technische Spezifikation abgedeckt. Zusätzliche spezifische Anforderungen an DC-RCDs, die in einem Gerät eingebaut oder eingebettet sind, werden durch IEC 60755 abgedeckt. Diese spezifischen zusätzlichen Anforderungen gelten dann auch für die DC-RCDs. Zuständig ist das UK 541.3 "Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen" der DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE.

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