Wir sind telefonisch für Sie erreichbar!

Montag bis Donnerstag von 08:00 bis 17:00 Uhr

Freitag von 08:00 bis 16:00 Uhr

Kundenservice National
Telefon +49 30 2601-1331
Fax +49 30 2601-1260

Norm-Entwurf [ZURÜCKGEZOGEN] 2016-01

DIN EN ISO 9697:2016-01 - Entwurf

Wasserbeschaffenheit - Bestimmung der Gesamt-Beta-Aktivität in nicht-salzhaltigem Wasser - Dickschichtverfahren (ISO 9697:2015); Deutsche und Englische Fassung FprEN ISO 9697:2015

Englischer Titel
Water quality - Gross beta activity in non-saline water - Test method using thick source (ISO 9697:2015); German and English version FprEN ISO 9697:2015
Erscheinungsdatum
2015-12-11
Ausgabedatum
2016-01
Barrierefreiheit
Originalsprachen
Deutsch, Englisch

Bitte Treffen Sie Ihre Auswahl

ab 82,60 EUR inkl. MwSt.

ab 69,41 EUR exkl. MwSt.

Kaufoptionen

PDF-Download 1
  • 82,60 EUR

Versand (3-5 Werktage) 1
  • 89,80 EUR

1

 Achtung: Dokument zurückgezogen!

Erscheinungsdatum
2015-12-11
Ausgabedatum
2016-01
Barrierefreiheit
Originalsprachen
Deutsch, Englisch

Schnelle Zustellung per Download oder Versand

Jederzeit verschlüsselte Datenübertragung

Einführungsbeitrag

In der Umwelt tritt Radioaktivität aus verschiedenen natürlichen und anthropogenen Quellen auf. Wasserkörper (zum Beispiel Oberflächenwasser, Grundwasser, Meerwasser) können die folgenden Radionuklide natürlichen oder künstlichen Ursprungs enthalten:
- natürliche Radionuklide, einschließlich Kalium-40 und Zerfallsprodukte der Thorium- und Uran-Reihe, insbesondere Radium-226, Radium-228, Uran-234, Uran-238 und Blei-210 können aufgrund von natürlichen Ursachen in Wasser nachgewiesen werden (zum Beispiel Desorption aus dem Boden oder Auswaschung durch Regenwasser) oder sie können durch technologische Prozesse freigesetzt werden, bei denen natürlich vorkommende Materialien verarbeitet werden (zum Beispiel durch Abbau und Verwertung von Mineralsanden und die Verwendung von phosphathaltigen Düngemitteln);
- künstliche Radionuklide, wie die Transuran-Elemente (Americium, Plutonium, Neptunium, Curium), Tritium, Kohlenstoff-14, Strontium-90 und einige Gamma-emittierende Radionuklide können, als Ergebnis autorisierter Einleitungen von geringen Abwassermengen aus dem Ablauf nuklearer Anlagen zur Brennstoffverarbeitung, auch in natürlichen Wässern nachgewiesen werden. Sie werden auch in die Umwelt freigesetzt, wenn sie in Medizin- oder Industrieanwendungen in nicht abgeschirmter Form eingesetzt werden. Und sie sind in Wasser aufgrund radioaktiver Niederschläge aus vergangenen Kernwaffentests und Unfällen wie Tschernobyl und Fukushima nachweisbar.
Trinkwasser kann daher Radionuklide mit Aktivitätskonzentrationen enthalten, die ein Gesundheitsrisiko bedeuten können. Um die Qualität von Trinkwasser im Hinblick auf den Gehalt an Radionukliden abzuschätzen (einschließlich Mineralwasser und Quellwasser) und um Richtlinien zur Minimierung von Gesundheitsrisiken durch Maßnahmen zur Reduzierung der Aktivitätskonzentrationen von Radionukliden zur Verfügung zu stellen, werden Wasserressourcen (Grundwasser, Fluss, See, Meer, und so weiter) und Trinkwasser nach den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf Radioaktivität überwacht; dies kann von einigen nationalen Behörden rechtlich gefordert werden.
Eine Internationale Norm für ein Analysenverfahren zur Bestimmung der Gesamt-Beta-Aktivität in Wasserproben ist gerechtfertigt für Prüflaboratorien, die diese Messungen durchführen - in einigen Fällen durch nationale Behörden gefordert - da Laboratorien möglicherweise eine spezifische Akkreditierung für die Messung von Radionukliden in Trinkwasserproben erhalten müssen. Der durch die WHO empfohlene Orientierungswert der Gesamt-Beta-Aktivität in Trinkwasserproben beträgt 1 Bq l-1. Wird dieser Wert nicht überschritten, wird in der Regel die effektive Dosis von 0,1 mSv a-1 ebenfalls nicht überschritten werden. Falls der Gesamt-Beta-Orientierungswert überschritten wird, wird empfohlen, die spezifischen Radionuklide zu bestimmen und ihre Aktivitätskonzentrationen zu messen. Gesamt-Beta-Messungen auf Grundlage des Eindampf-Verfahrens erfolgen unter Einbeziehung von Kalium 40, einem natürlichen Beta-Strahler mit einem feststehenden Verhältnis zu stabilem Kalium. Wenn der Orientierungswert von 1 Bq l-1 Gesamt-Beta-Aktivität überschritten wird, sollte eine gesonderte Bestimmung des Kaliumgehalts in Wasser durchgeführt werden, um den Beitrag von Kalium 40 zur Beta-Aktivität zu bestimmen. Der Faktor 27,6 Bq g-1 Beta-Aktivität zum Gesamt-Kaliumgehalt sollte zur Berechnung des Kalium-40-Beitrags verwendet werden.
Der Text von ISO 9697:2015 wurde vom Technischen Komitee ISO/TC 147 "Water quality" der Internationalen Organisation für Normung (ISO) erarbeitet und als FprEN ISO 9697:2015 durch das Technische Komitee CEN/TC 230 "Wasseranalytik" übernommen, dessen Sekretariat von DIN (Deutschland) gehalten wird. Das zuständige deutsche Gremium ist der Arbeitsausschuss NA 119-01-03 AA "Wasseruntersuchung" im DIN-Normenausschuss Wasserwesen (NAW).

Inhaltsverzeichnis
Änderungsvermerk

Dokument wurde ersetzt durch: DIN EN ISO 9697:2019-05 .

Folgende Änderungen wurden vorgenommen:

Gegenüber DIN 38404-15:1987-09 wurden folgende Änderungen vorgenommen: a) Struktur und Gliederung wurde von ISO 9697:2015 unverändert übernommen; b) Details des Verfahrens wurden abgeändert (z. B. Glühtemperatur auf 350 °C gesenkt); c) Reagenzien wurden geändert; d) ausführliche Berechnung der Messergebnisse und der Messunsicherheit wurde eingefügt; e) die Norm wurde redaktionell überarbeitet.

Lade Empfehlungen...
Lade Empfehlungen...